März/April: Schnee-Alarm – was erwartet uns nun?

Arktische Kälte mit heftigen Minusgraden und Schneefall sogar bis in Flachland – der späte Wintereinbruch erschreckt uns Hortensienfreunde mal wieder bis ins Mark. Viele Hortensien sind schon ausgetrieben – was also wird uns nun im weiteren Jahresverlauf erwarten? Und was kann man den Hortensien nun Gutes tun?

Schneesturm im Hortensienbeet. Einige Büsche sind schon weit ausgetrieben, andere noch fast gar nicht.

Die positive Nachricht zuerst: Hortensien sind unglaublich zäh und winterfest. Komplett absterben werden unsere Schützlinge nicht von diesem fiesen Winterwetter, das wir Weiterlesen

Februar: Kalt – Kälter – Keine Sorge

Es ist ungewohnt kalt in Deutschland. In vielen Regionen jedenfalls, mit Temperaturen bis -15 Grad in der Nacht. Um die Hortensien müssen wir uns jedoch zum Glück keine allzu großen Sorgen machen.

Hortensien sind bis -15 Grad locker, einige Sorten sogar bis -25 Grad winterfest. Womit die Temperatur am Wurzelstock im Boden gemeint ist. Und bis der Boden tatsächlich diese niedrigen Temperaturen erreicht, das dauert. Zumal, wenn Schnee liegt, und der ist ja in diesen Wochen auch weit verbreitet reichlich gefallen. Denn die Schneedecke schützt vor Wind Weiterlesen

Januar/Februar: Im Winter das Gießen nicht vergessen

Gießkanne Hortensie Gießen HitzeAuch im Winter kann es nötig sein, die Hortensien draußen oder im Winterquartier zu gießen. Warum und wie viel, darum geht es diesmal.

Warum auch jetzt gießen?

Hortensien sind Gehölze und verlieren im Winter dementsprechend ihre Blätter. Aber die Verdunstung von Wasser hört nicht komplett auf. Deshalb müssen Hortensien auch Weiterlesen

November: Knospenanalyse an Hortensien

Im Profi-Gartenbau müssen alle Arbeiten ein wenig genauer ausgeführt werden als im Privatgarten, damit die Qualität der Hortensien auch sicher stimmt. Deshalb werden im Herbst an Bauernhortensien Knospenanalysen unter dem Mikroskop durchgeführt. Daran kann der Gärtner sehen, ob die Pflanzen schon reif genug sind, um ins Winterquartier gebracht zu werden.

Knospenanalyse: Zuerst müssen alle Hüllblätter vorsichtig abgeschält werden.

Schöne Blüten, die lange halten – das ist bei Hortensien natürlich ein ganz entscheidendes Qualitätskriterium. Und auch der Preis für eine Pflanze richtet sich nach der Blütenanzahl. Deshalb beobachtet der Hortensiengärtner die Entwicklung der Blütenknospen Weiterlesen

Oktober: Sicher durch den kalten Winter

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende, die Nächte werden langsam kälter. Jetzt wird häufig die Frage an uns herangetragen, wie Hortensien im Beet oder im Kübel am besten durch den Winter kommen. Wir können Entwarnung geben: Hortensien sind sehr kälteresistent und das Überwintern keine Zauberei.

1. Hortensien im Beet

Gut eingewachsene Hortensien im Beet vertragen auch mehrere Grad minus. Foto: Günther Schad, pixelio

Gut eingewachsene Hortensien im Beet vertragen auch mehrere Grad minus. Foto: Günther Schad, pixelio

Sind Hortensien – gleich welcher Art – bereits gut im Beet eingewachsen, brauchen sie in Mitteleuropa den Winter über in der Regel gar keine Pflege und auch keinen Winterschutz. Hortensien vertragen Weiterlesen

März: Matschige Blätter – der Frost hat zugeschlagen

Gerade noch waren die neu gekauften oder im Garten frisch ausgetriebenen Hortensien wunderschön – und über Nacht werden die Blätter matschig, die Blüten welk, die ganze Pracht ist dahin. Man möchte heulen! Schuld ist Frost. Was ist jetzt zu tun?

Samthortensie mit Frostschaden und vorher (kleines Bild)

Es ist unglaublich traurig, wenn in nur einer Nacht aus einer wunderschönen Hortensie ein matschiger Haufen wird. Leider passiert das momentan in vielen Gärten. Denn wir hatten schon eine recht warme Zeit im Februar und März. Da sind die Hortensien schon weit ausgetrieben, haben frische Blätter gebildet und sogar schon die Schutzblätter um ihre Blütenknospen etwas geöffnet. Und jetzt kamen dann, wie leider so häufig in Mitteleuropa, nochmal Nachttemperaturen bis tief in den Minusbereich. Zwar sind Hortensien an sich sehr frosthart bis -15, manche Sorten gar bis -25 Grad Celsius. Aber die frischen Blätter und Blütenknospen vertragen diese Temperaturen leider nicht. Sie erfrieren. Weiterlesen

Februar: Schädlinge im Winterquartier – was tun?

Hortensien in einem geschützen Quartier zu überwintern, hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist, dass sich tierische Schädlinge wie Läuse oder Spinnmilben gerne dort einstellen. Der Februar ist ein klassischer „Schädlings-Monat“. Wie man diese Schädlinge erkennt und was man dagegen tun kann, darum geht es in diesem Beitrag.

Mit welchen Schädlingen muss ich rechnen?

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Januar: Was aus dem Weihnachtsbaum wurde…

Ein frohes neues Jahr, liebe Hortensienfreunde! Ich hoffe, Sie sind und Ihr seid alle gut durch die Feiertage gekommen und habt ein erfolgreiches, buntes Gartenjahr vor euch!  Meines hat in unserem Sortengarten bereits wieder angefangen. Momentan liegt mein Fokus auf unserem kleinen Gemüsebereich, da muss jetzt so einiges aufpoliert und überarbeitet werden. Und ich wollte euch zeigen, was dabei aus unserem Weihnachtsbaum wurde.

Artischocken Winterschutz Sortengarten TannenzweigeSo ein abgeschmückter Weihnachtsbaum ist doch eine prima Sache – wenn man einen Garten hat. Sobald die Christbaumkugeln verpackt sind, schnappe ich mir immer die Astschere und knipse alle Triebe vom Hauptstamm ab. Der Stamm wandert auf unsere Benjeshecke, man könnte ihn aber sogar auch als Holzpfosten in den Boden schlagen, für einen Zaun oder als Blumenstütze. Weiterlesen

März/April: Der Geist der Spätfröste… Abdecken oder nicht?

Sie sind die wohl größten Gegner in unserem Wettstreit um schön blühende Hortensien: Die Spätfröste. Wenn sie kommen, sollte man einige Hortensien zumindest nachts abdecken. Aber es gibt auch Situationen, da ist Abdecken eher das Falsche. Wir erklären, wann und wie man Abdecken sollte.

Bettlaken Hortensie abdecken Spätfröste

Ein Hortensien-Geist?

Die einen Hortensienfreunde bleiben beim Stichwort „Spätfrost“ völlig gelassen und berichten, dass bei ihnen trotzdem alles immer blühe. Andere fürchten bei dem Thema schon wieder das Schlimmste für ihre Blütenpracht und raten aus ihrer Erfahrung heraus, Hortensien unbedingt abzudecken. Und wie so oft im Leben gilt auch hier: beide Seiten haben Recht, und beide Seiten haben auch ein Stück weit Unrecht. Es kommt nämlich auf zwei Dinge an: Welche Hortensien genau man hat, und wie die Wetterlage im eigenen Garten in den letzten Wochen so war.

Wichtig vorab: Die folgenden Tipps sind für Hortensien, die draußen überwintert haben. Wer gerade blühende Hortensien neu gekauft und draußen stehen hat, sollte diese möglichst ganz ins Haus räumen, denn sie reagieren auf alles unter 5 Grad sehr empfindlich. Ist das nicht möglich, unbedingt besonders gut verpacken!

1 . Welche Hortensien sollte ich abdecken

Im Prinzip sind die Blüten aller Hortensien durch Nachfröste gefährdet, sofern sie schon angetrieben haben. Aber es gibt Arten, die jetzt noch Blüten anlegen können, und solche, die ihre Blüten bereits im Herbst anlegen und jetzt keine neuen mehr bilden würden. Auf letztere müssen wir nun besonders aufpassen. Das sind allen voran die am weitesten verbreiteten Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), außerdem die Eichblättrigen Hortensien (Hydrangea quercifolia), die Raublatthortensien (Hydrangea aspera) sowie die Samthortensien (Hydrangea aspera ssp. sargentiana). Ausnahmen sind so genannte remontierende Sorten der Bauernhortensien, zum Beispiel Everbloom oder You&Me Romance, die auch im Frühjahr noch Blüten nachbilden können. Die Blütenpracht wird aber niemals so üppig werden, wie ohne Frostausfall.

Hingegen ist Spätfrost eher kein Problem bei Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) und Waldhortensien (Hydrangea arborescens). Diese bilden ihre Blüten erst im Frühjahr. Frieren die ersten Blütenansätze bei Spätfrost ab, kommen neue nach.

2. Die Wetterlage der Vorwochen

Hortensie Knospe

Keine Gefahr: Diese Knospe ist noch weit genug geschlossen, dass sie leichten Frost aushält.

Wir schauen im Weiteren nun insbesondere auf die oben genannten frostempfindlichen Arten. Ein zweiter wichtiger Punkt in der Frostschutz-Frage ist für diese Arten, wie im eigenen Garten oder im Winterquartier das Kleinklima in den letzten Wochen vor dem Frost war. Und wie weit die Hortensien in der Folge nun tatsächlich schon ausgetrieben sind. Die Blütenansätze liegen in den Knospen unter vielen Schichten Hüllblättern verborgen. Liegen diese Blätter noch fest geschlossen oder zeigen sie gerade erst ein, zwei Spitzen, machen ein, zwei Grad Frost den Blütenansätzen auch jetzt nichts aus. Dann sollte man sie auch besser gar nicht abdecken, denn unter der Abdeckung wird es tagsüber schnell so warm, dass die Blüten dadurch noch weiter aufgehen und noch empfindlicher werden. Dann kann die nächste kalte Nacht ihnen doch zum Verhängnis werden. Ohne Abdeckung ist es hingegen so kalt, dass die Hortensien ihr weiteres Austreiben sofort einstellen und die Blüten weiter gut geschützt sind. Wohlgemerkt muss man bei der Entscheidung für oder gegen eine Schutzabdeckung immer genau auf das Kleinklima achten. Stehen die Hortensien windgeschützt oder nicht, macht das gleich ein paar Grad Unterschied. Ist es regnerisch oder nicht? Habe ich die alten Blüten schon abgeschnitten oder stehen sie als Schutz noch über den neuen Knospen? All das spielt eine Rolle.

Hortensie Schloss Moyland Knospe

Frostgefährdet: Schon recht weit geöffnete Knospe der Bauernhortensie „Schloss Moyland“.

Sobald sich die Blätter der Knospen hingegen schon gut sichtbar geöffnet haben, weil es am Standort in den Vorwochen schon mild war, wird es klarer: Jetzt ist Frost definitiv kritisch. Dann macht eine Abdeckung durchaus Sinn. Wobei auch hier gilt: Wirklich nur während der Froststunden abdecken. Wird es tagsüber milder und kommt womöglich noch die Sonne heraus, wird es unter einem Frostschutz schnell so warm, dass die Hortensien direkt noch schneller weiter austreiben. Und das möchten wir ja nicht.

 

2. Womit decke  ich ab?

Hortensien Abdecken Spätfröste

Unser Material: ein paar Stäbe und ein Bettlaken.

Am praktikabelsten für das Abdecken ist Gemüsevlies. Es ist leicht genug, um keine Triebe abzubrechen, und einfach zurecht zu schneiden. Es darf aber auch Jute sein, ein altes T-Shirt oder ein Bettlaken. Plastikplanen sind nicht ganz so geeignet, da sich darunter schnell Schwitzwasser sammelt und die Blätter und Blütenknospen angreifen kann. Aber wenn man sie tagsüber abnimmt, geht auch das.

 

3. Wie decke ich ab?

Ist das Abdeckmaterial leicht genug, dass es keine Triebe quetscht oder abbrechen kann (Vorsicht, Nachtfreuchte kann Stoffe noch schwerer machen!), legt man es einfach vorsichtig über die gesamte Pflanze. Dies gilt zum Beispiel für Gemüsevlies. Wo Wind droht, das Abdeckmaterial unten mit einem Band am Topf oder mit Steinen auf dem Beet festmachen.

Hortensien abdecken SpätfrösteIst der Stoff schwerer – wir hatten beispielsweise nur ein recht dickes Bettlaken zur Hand – kann man sehr gut Stäbe zwischen die Triebe der Hortensien stecken, die höher sind als die Triebe selbst. Bei uns sind es Bambus- und Metallstäbe. So liegt der Stoff auf diesen Stäben auf, nicht auf der Pflanze.

Für Beete funktionieren da auch Besen oder ein Spaten, man muss sie nur tief genug einstechen können, dass der Stoff nicht zu hoch über der Pflanze hängt.

Idealer Weise stellt man Hortensien in Töpfen noch an einen vor Wind und Wetter geschützten Platz nahe an einer Hauswand.

4. Und tagsüber abnehmen?

Es kommt auf Material, Tagestemperatur und Standort an, ob man den Frostschutz am Tag abnehmen sollte. Gehen die Temperaturen tagsüber über 10-12 Grad, ist das Abnehmen besser, sonst wird es dann arg warm unter dem Schutz und die Pflanze gerät durch die großen Temperaturunterschiede unter Stress. In schattigen Ecken bleibt es zudem unter der Abdeckung natürlich eher kühl als im Sonnenschein. Und dicke Stoffe wärmen mehr als dünne. Auch Abdeckungen, die keine Luft durchlassen, sollte man wie oben begründet tagsüber abnehmen. Eher leichte, luftige Stoffe wie Gemüsevlies können  auch schon mal zwei, drei Tage komplett auf der Pflanze verbleiben, sofern keine Sonne daraufscheint, viel Wind ist oder die Temperaturen generell kühl bleiben. Danach sollte man aber mal lüften und der Pflanze Tageslicht gönnen.

Ich drücke allen Hortensienliebhabern die Daumen, dass keine Blüte erfriert!

Ihre Hortensia

Kniebeugen beim Zähneputzen

Im Winter kann uns Gartenfreunden nicht nur das schlechte Wetter auf den Senkel gehen. Auch die geringere Bewegungsbilanz sorgt für schlechte Laune. Da ist einfach dieses unbestimmte Unwohlsein, wenn man sich nicht regelmäßig im Garten mit Schaufel und Harke austoben kann – kennen Sie das auch?

Foto: Daniel Stricker, pixelio.de

Ich habe mir selbst dagegen vor ein paar Jahren ein „Mini-Alltags-Bewegungsprogramm“ verordnet. Und ich stelle fest: Was auch immer die Waage sagen mag, das gute Gefühl ist einfach da, wenigstens etwas zu tun. Mit Kleinigkeiten, die unbemerkt im Alltag Einzug finden können.

Tipp 1: Elektrische Geräte weglassen Weiterlesen