Der große Everbloom-Test – Teil 4

Schnipp Schnapp – Blüten ab! Auch in diesem Jahr „ruiniere“ ich wieder Everbloom-Hortensien um zu schauen, wie sie darauf reagieren. Nach dem „Runterfrieren“ im vorigen Jahr habe ich diesmal zur Schere gegriffen und einen „falschen Rückschnitt“ simuliert.

Zwei Everbloom Hydrangea Macrophylla im GartenEverbloom-Hortensien werden damit beworben, dass sie auch an den neuen Austrieben Blüten bilden. Die meisten Sorten ihrer Art „Hydrangea macrophylla“ bilden die Knospen bereits im Herbst aus. Schneidet man diese nun im Frühjahr aus versehen zu tief zurück, blühen sie nicht. Everbloom soll dennoch Blüten bilden. Das schauen wir uns einmal an.

Hortensie RückschnittIch habe mir also zwei frisch ausgetriebene Everbloom-Hortensien aus dem Treibhaus geholt und in den Garten gestellt. Eigentlich wollte ich das schon im April tun. Aber da wir bei uns da noch Nachtfrost hatten und ich nicht wieder den Salat wie beim Test im Vorjahr haben wollte (siehe dazu Teil 1 bis 3), habe ich noch etwas gewartet. Im Bild oben sehen Sie die zwei Prachtexemplare. Eine soll blau blühen, eine rosa.

Die Blütenknospen sind jetzt im Mai schon sehr gut zu sehen. Jede Pflanze hat etwa acht bis zehn Knospenansätze – es wäre im Sommer sicher ein herrliches Bild geworden. Wenn ich sie in Ruhe gelassen hätte…

Everbloom PellensEverbloom TestHabe ich aber natürlich nicht, denn dies ist schließlich ein Stresstest. Ich habe munter zur Schere gegriffen und gezielt alle Blütenknospen aus den beiden Pflanzen herausgeschnitten. Ich muss zugeben, es tat schon ein bisschen weh, diese Pracht herunterzuschneiden. Aber wir wollen ja sehen, wie die Pflanze reagieren wird.

Schnippelschnapp… Da lagen all die schönen Knospen vor den Töpfen im Kies.

 

Von oben betrachtet sieht man im Vergleich vom ersten zum unten stehenden letzten Foto sehr gut den Unterschied. Alle Knospen sind herausgeschnitten.

Nun heißt es: Warten. Und Gießen natürlich. Die beiden Hortensien stehen bei mir im Garten an einem halbschattigen Platz – und werden hoffentlich tatsächlich neue Blütenansätze bilden.

Ich halte Sie auf dem Laufenden.

 

Hydrangea macrophylla ohne Blüten Everbloom-Test

Herbstzeit – Schneiden oder nicht?

Herbst – im Kopf beginnt der Pflanzenbesitzer mit den Vorbereitungen für den Winter. In Sachen Hortensien kommen jetzt Fragen auf wie: Schneide ich die alten Blütenstände jetzt herunter? Dünge ich noch mal? Und was kommt in Sachen Winterschutz auf mich zu? Wir möchten die drängendsten Fragen hier beantworten.

  1. Schneide ich alte Blüten jetzt ab?

    Alte Blütenstände als Winterschutz stehen lassen. Foto: Günther Schad, pixelio

    Die Antwort ist ein klares „Nein“. Natürlich kann man vergrünte Blütenstände zum Trocknen abschneiden. Aber generell sollte man die alten Blüten lieber bis zum Frühjahr auf den Hortensien belassen. Ganz besonders gilt dies für Bauernhortensien (H. macrophylla). Frost dringt nämlich immer von außen nach innen in die Pflanze ein. Man kennt es: Hortensien frieren schon mal ein paar Zentimeter herunter. Das können die paar Zentimeter „alte“ Blütenstängel sein, wenn sie stehen gelassen wurden. Oder die paar Zentimeter inklusive der neuen Knospen für das nächste Jahr, wenn man den Rest schon abgeschnitten hat. Daher: lieber erst nach dem Frost im März/April rum schneiden.

Weiterlesen

Der Sommerschnitt – wenn’s eh nicht blüht…

Er sorgt für neue Verzweigung und einen buschigen Aufbau.

Vor dem Schnitt sieht die „Mont St. Jean“ etwas zerpflückt aus.

So manche Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) hat  in diesem Jahr keine oder nur wenige Blüten angesetzt. „Schuld“ ist vielfach der späte Frost, nachdem die Hortensien schon ausgetrieben waren. Es kann aber auch Hortensien betreffen, die erst im Vorjahr gepflanzt wurden, und die ihre Energie nun erst einmal in den Aufbau eines guten Wurzelwerks stecken. Was auch immer der Grund: Blütenfreie Jahre sind bei Hortensien ideal für einen Sommerschnitt, der zu neuer Verzweigung und einem stabilen, wunderbar buschigen Aufbau anregt. Weiterlesen

Tote Äste, ab damit – oder besser nicht?

Bei Hortensien nicht so früh zur Schere greifen

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht...

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht…

„Meine Bauernhortensie hat den Winter nicht überstanden, lauter tote Äste – ich habe sie erst mal kräftig zurückgeschnitten.“ Wer diesen Satz für sich unterschreiben kann, den müssen wir leider jetzt ein wenig erschrecken. Denn vermutlich habt ihr zu früh zur Schere gegriffen und eure Hortensie unnötig heruntergeschnitten.

Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) verlangen von ihren Besitzern mitunter etwas, was im Frühling besonders schwer fällt: Geduld. Denn einige Sorten treiben erst sehr spät aus Weiterlesen