Willkommen bei Hortensia

Hortensien – um diese wunderschönen Blumen dreht sich alles in diesem Blog. Die Infos, die hier zu finden sind, stammen direkt von Hortensien-Profis, nämlich von Gartenbaubetrieben, die Hortensien in Deutschland züchten und vermehren. Sie werden hier gesammelt und aufgeschrieben unter dem internationalen Namen der Pflanze, die uns alle verbindet. Und die auch ein Markenname ist, den Sie im Blumenhandel wiederfinden: Hortensia.

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Ihre Hortensia

Namen bitte nicht verwechseln

In diesen Tagen finde ich im Internet wieder viele Beiträge zu Hortensien, in denen die Namen der Arten falsch verwendet werden. Das führt zu schweren Pflegefehlern, zu falschem Schnitt oder Standort, womöglich sogar zum Stresstod der Hortensien. Daher hier nochmals eine Übersicht über die am häufigsten verwechselten Namen.

1. Bauernhortensien

Unter Bauernhortensien versteht man alle Sorten der Art „Hydrangea macrophylla“. Es gibt sie mit Ballblüten und mit Tellerblüten – in beiden Fällen bleiben es aber Bauernhortensien.

2. Tellerhortensien

Tellerhortensien nennt man alle Hortensien mit Tellerblüten, egal zu welcher Art sie gehören. Oft wird der Begriff jedoch falsch verwendet und soll dann nur die Berghortensien (Hydrangea serrata) bezeichnen – doch auch Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) mit Tellerblüten werden Tellerhortensien genannt. Und das übrigens schon weitaus länger als die Serrata-Sorten, da diese erst viel später im deutschsprachigen Raum bekannt wurden. Daher sind die meisten Hortensien, auf deren Etikett im Handel „Tellerhortensie“ steht, tatsächlich Bauernhortensien. Dann gibt es noch die Kletterhortensien (Hydrangea petiolaris), die Raublatthortensien (Hydrangea aspera) und die Samthortensien (Hydrangea aspera subsp. sargentiana), auch diese haben tellerförmige Blüten und sind somit Tellerhortensien.

Eigentlich sollte man den Begriff „Tellerhortensie“ am besten überhaupt nicht nutzen, wenn man eine Hortensienart bezeichnen möchte. Denn dieser Begriff benennt nur die Blütenform.

3. Ballhortensien

Dieser Begriff ist das Gegenstück zum Begriff „Tellerhortensien“ und es gilt dasselbe: Er bezeichnet lediglich eine Blütenform und sollte besser gar nicht als Artbezeichnung genutzt werden. Eigentlich war er mal recht eindeutig den Bauernhortensien mit Ballblüten zugeordnet, weshalb auch Gartenfachgeschäfte ihn für die Bauernhortensien bis heute nutzen. Doch vor rund zehn Jahren wurden dann die Waldhortensien (Hydrangea arborescens) immer beliebter. Und mit diesem Siegeszug wurde der Begriff „Ballhortensie“ plötzlich schwammig. Denn diese Waldhortensien – am bekanntesten ist hier die Sorte „Annabelle“ – wurden nun „Schneeballhortensien“ genannt. Und dieser lange Name kürzt sich neuerdings gerne ein – schwupps, schon heißt es plötzlich „Ballhortensie“, wo eigentlich eine Waldhortensie gemeint ist und keine Bauernhortensie. Dabei könnten die beiden Arten kaum unterschiedlicher sein und werden auch völlig verschieden behandelt, insbesondere geschnitten.

 

 

 

Neulich am Gartenzaun – Vogelvolk

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 17.

Neulich am GartenzaunElse stand mit dem Fernglas im Anschlag am großen Wohnzimmerfenster und schaute Richtung Apfelbaum. Neben ihr stand Heinz, vor sich Block und Stift. „Kohlmeise“ hatte er gerade notiert und einen Strich dahinter gesetzt. Viel mehr stand auch noch nicht auf dem Zettel. Aber ihre „Stunde der Gartenvögel“ fing ja auch gerade erst an. Seit vielen Jahren machten Heinz und Else bei dieser Zählung mit, zu der der Naturschutzbund alljährlich aufrief. Es machte ihnen so viel Freude, beim Kaffeetrinken im Garten den Vogelstimmen zuzuhören oder beim Frühstück schon zu schauen, wer durch ihre kleine Grünanlage flatterte. Zur Not auch durchs Fenster, wenn es wie momentan mehr regnete als dass die Sonne schien. Auf jeden Fall wollten sie gerne auch bei der Zählung mithelfen, die für die Vogelkundler des Nabu wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung der Arten lieferten. Allerdings hatten die zwei da ihr ganz eigenes System…

„Tante Frieda ist da!“, rief in diesem Moment Else und nahm das Fernglas herunter. Für Tante Frieda brauchte sie kein Vergrößerungsglas, die war nicht zu übersehen. Sie hatte sich soeben auf der Gartenliege niedergelassen und schaute nun kopfruckend in die Runde. ‚Stadttaube‘ notierte Heinz also brav und machte einen Strich hinter den Namen. Tante Frieda, das war ihr Spitzname für die behäbigen Tauben, von denen immer wieder mal zwei bis drei vorbeikamen. Weil die Tauben sie so sehr an besagte Tante aus den Donald-Duck-Trickfilmen erinnerten, die ihre Kinder früher immer geschaut hatten. „Und da sind Frieda Nummer zwei und drei“, verkündete Heinz mit einem Fingerzeig auf das Dach des Nachbarhauses und ergänzte seine Strichliste.

Ein paar Minuten passierte nicht viel. „Ha, drei Michel im Tannenbaum!“, rief Else dann. „Nein, vier.“ Sie hatte das Fernglas wieder angesetzt und die hohen Nadelbäume abgesucht, die bei den Nachbarn zur Rechten das Gartenende begrünten. „Ja, vier“, bestätigte sie nochmals. Heinz nahm den Stift zur Hand und notierte: ‚Sperling: I I I I“. Michel, lag doch wohl nah, die lärmenden Spatzen nach dem Frechdachs aus Astrid Lindgrens Büchern zu nennen.

In den verbleibenden 40 Minuten der „Stunde der Gartenvögel“ erspähten Else und Heinz noch einen weiteren Bully Herbig (ja, wie der Komiker, der diese „Topf-frisur“ im Film ‚(T)Raumschiff Surprise‘ trug), einen Herrn Görgens (so hieß der ehemalige Chef von Heinz,  stets korrekt gekleidet in schwarzem Anzug mit weißem Hemd), zwei Erwins (das war der Name von Elses jüngerem Bruder, der ein rotes Schlabberlätzchen trug, wenn sie ihn hatte füttern helfen), zwei Witwe Bolte (Witwen tragen ja bekanntlich schwarz) und zwei Herr Schlüpen (nach dem Deutschlehrer von Else benannt). Die „übersetzte“ Liste von Heinz sah nun also so aus: 2 Kohlmeisen, 3 Stadttauben, 4 Sperlinge, 1 Elster, 2 Rotkehlchen, 2 Schwarzdrosseln, 2 Buchfinken. Als Else nun die Schnur vom Fernglas aufwickelte und vom Fenster wegtrat, sagte sie abschließend mit einem Lachen: „Ist doch schön, wenn so viele Gäste zum Fest kommen.“

 

Vorgetriebene dürfen endlich nach draußen!

Hortensien, die den Spätwinter über im Warmen standen – ob nun im Blumengeschäft oder Zuhause im Winterquartier – tragen bereits volles Blattwerk und sogar Blüten. Jetzt ist endlich die Zeit gekommen, dass diese vorgetriebenen Hortensien nach draußen dürfen. Aber bitte Schritt für Schritt – wir erklären, wie das am besten geht.

Hortensie mit Sonnenbrille

Erst mal nur gucken! Vorgezogene Hortensien müssen sich erst an das ungefilterte Licht und die kühleren Temperaturen draußen gewöhnen.

Es gibt jedes Jahr wieder das Missverständnis gerade bei Hortensien-Einsteigern, dass sie ihre neu gekauften, blühenden Hortensien zu früh nach draußen stellen. Weil Hortensien ja eigentlich Gartenpflanzen und frosthart sind und sie so früh schon im Laden stehen, wird gefolgert, dass man sie schon nach draußen pflanzen kann. Oft büßen diese Hortensien dann nach der ersten Nacht bereits ihre Blütenpracht und die frischen Blätter ein. Weil es ihnen einfach noch zu kalt ist. Ein Trost möge sein: Diese Erfahrung machen die meisten Hortensienfreunde in ihrem ersten Hortensienjahr.

Als Faustregel kann man sagen: Früh blühende Hortensien vertragen keine Temperaturen unter 10 Grad Celsius. In den Treibhäusern der Gärtnereien werden Hortensien ab Januar bei rund 20 Grad Celsius und unter zusätzlicher Beleuchtung herangezogen. Bei diesen Temperaturen fühlen sich die Hortensien am wohlsten und fangen dann auch zügig an zu wachsen. Nach etwa sechs Wochen Standzeit im Treibhaus blühen sie und gehen in den Verkauf. Man kann sich vorstellen, dass diese Hortensien einen heftigen Temperatursturz von 20 Grad auf womöglich um die Null Grad gar nicht mögen. Daher dürfen sie erst nach draußen, wenn mindestens 10 Grad rund um die Uhr gewährleistet sind. Und auch ungefiltertes Sonnenlicht sind die Hortensien bis dahin noch nicht gewöhnt, sie standen ja bislang immer unter Glas.

Daher heißt es: Schritt für Schritt nach draußen!

Ab Anfang Mai kann man beginnen, vorgetriebene Hortensien an draußen zu gewöhnen. Sofern das Wetter passt, natürlich. Man stellt am besten über eine Woche hinweg die Hortensie im gekauften Topf tagsüber an einen schattigen Platz nach draußen und holt sie nachts noch rein. So kann sie sich langsam an die niedrigeren Temperaturen und an das ungefilterte Licht gewöhnen. Nach ein paar Tagen kann man es auch mal mit etwas Morgen- oder Abendsonne probieren. Und nach rund einer Woche und ab Mitte Mai kann man die Hortensie dann an den geplanten Standort draußen im Beet oder im Kübel einpflanzen; idealerweise im Halbschatten und in gut durchlässiger Erde, damit keine Staunässe entsteht. Dabei ist die alte Bauernregel über die „Eisheiligen“ noch immer gültig: Vom 11. bis zum 15. Mai haben fünf Heilige ihre Gedenktage. Man nennt sie die „Eisheiligen“, weil nach dem 15. Mai in aller Regel keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Sind also die Eisheiligen geschafft, geht es im Garten so richtig los. Auch für unsere geliebten Hortensien.

Viele Erfolg für Ihr Hortensienjahr wünscht
Hortensia

Neulich am Gartenzaun – Das Geschenk

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 16.

Neulich am GartenzaunGerade noch war es herrlich ruhig gewesen in der sonnenbeschienenen Wohnsiedlung. Ein paar dezente Kinderstimmen aus dem Nachbargarten klangen zu Heinz und Else herüber, aber ansonsten herrschte sonntägliche Entspanntheit. Mit einem Schlag war das vorbei. „Huhuuuu!“, hallte es lautstark über das Gartentor, so dass es die halbe Nachbarschaft mitbekam. Und da folgte auch schon der Kopf von Irene, die mit breitem Lachen um die Ecke schaute und kurz darauf über den Zaun griff, um sich Weiterlesen

Dickmaulrüssler jetzt schon bekämpfen

Einer der hartnäckigsten Schädlinge an Hortensien im Garten ist der Gefurchte Dickmaulrüssler. Das ausgewachsene Tier zerfrisst „nur“ die Blätter der Pflanzen, die Larven aber zerstören derweil die Wurzeln. Sind genug Larven im Boden, kann die Pflanze davon absterben. Daher kann man am besten jetzt mit der Bekämpfung beginnen.

Da ist das Tierchen: Ein Gefurchter Dickmaulrüssler auf Nahrungssuche.

Das Schöne ist, dass sich Dickmaulrüssler wunderbar rein biologisch bekämpfen lassen. Die erwachsenen Käfer sollte man absammeln. Und zwar in der Dämmerung, denn die Tiere sind nachtaktiv. Gegen die Larven gibt es verschiedene Arten von Nematoden. Nematoden sind Fadenwürmer, die in die Larven eindringen, sich von ihnen ernähren und sie so töten. Die ersten Larven des Dickmaulrüsslers ist schon zeitig im Frühjahr bei recht niedrigen Temperaturen unterwegs, denn die Larven überwintern im Boden. Daher sollte man schon jetzt Nematoden Weiterlesen

Neulich am Gartenzaun – Soziale Medien

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 15.

Neulich am Gartenzaun„Huch!“, entfuhr es der Frau auf der anderen Seite seiner Hecke, als Heinz unvermutet aus der Hocke hochkam und auf den Bürgersteig schaute. „Oh, Entschuldigung“, antwortete Heinz mit einem freundlichen Lächeln. „Ich wollte Sie nicht erschrecken.“ Er war mitten im Unkrautjäten und musste kurz die Beine strecken. Die Frau, Heinz schätzte Sie auf Anfang 40, hatte offenbar auf dem Handy geschrieben und lächelte nun zurück.  „Kein Problem, ich war nur gerade so in Gedanken.“ Sie hob Weiterlesen

Schnee-Alarm – was erwartet uns nun?

Arktische Kälte mit heftigen Minusgraden und Schneefall sogar bis in Flachland – der späte Wintereinbruch erschreckt uns Hortensienfreunde mal wieder bis ins Mark. Viele Hortensien sind schon ausgetrieben – was also wird uns nun im weiteren Jahresverlauf erwarten? Und was kann man den Hortensien nun Gutes tun?

Schneesturm im Hortensienbeet. Einige Büsche sind schon weit ausgetrieben, andere noch fast gar nicht.

Die positive Nachricht zuerst: Hortensien sind unglaublich zäh und winterfest. Komplett absterben werden unsere Schützlinge nicht von diesem fiesen Winterwetter, das wir Weiterlesen

Neulich am Gartenzaun – Ostern

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 14.

Neulich am GartenzaunHeinz pfiff fröhlich vor sich hin, während er ein paar Zweige von der Forsythie schnitt. Die würden als Osterstrauß in die Vase kommen. Sorgfältig suchte er die schönsten aus und achtete dabei darauf, den Strauch nicht zu sehr zu verunstalten. Else war derweil im Wohnzimmer dabei, die Kartons mit der Osterdekoration auszupacken. Es würden wieder die windschiefen Eierbecher mit Entenfüßen ans Licht Weiterlesen

Neulich am Gartenzaun – Mittelmaß

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 13.

Neulich am GartenzaunDer Frühling, dachte Heinz, als er in der Garage seine Gartenstiefel anzog, war eine merkwürdig schöne Jahreszeit. Zwölf Grad Celsius erschienen einem herrlich warm, während man im Herbst bei gleichen Temperaturen lieber vorsorglich den Schal aus dem Schrank holte. Der Mensch freute sich über jede der Wespen, über die er ein paar Wochen später am Kaffeetisch  Weiterlesen