Schnee-Alarm – was erwartet uns nun?

Arktische Kälte mit heftigen Minusgraden und Schneefall sogar bis in Flachland – der späte Wintereinbruch erschreckt uns Hortensienfreunde mal wieder bis ins Mark. Viele Hortensien sind schon ausgetrieben – was also wird uns nun im weiteren Jahresverlauf erwarten? Und was kann man den Hortensien nun Gutes tun?

Schneesturm im Hortensienbeet. Einige Büsche sind schon weit ausgetrieben, andere noch fast gar nicht.

Die positive Nachricht zuerst: Hortensien sind unglaublich zäh und winterfest. Komplett absterben werden unsere Schützlinge nicht von diesem fiesen Winterwetter, das wir gerade erleben. Auch nicht, wenn sie schon weit ausgetrieben sind. Die schlechte Nachricht: Es kann durchaus sein, dass zunächst alle Blätter absterben und auch, dass die Blütenpracht für dieses Jahr dahin ist.

In meinem eigenen Hortensiengarten wachsen rund 250 verschiedene Hortensiensorten aus fünf Arten. Sie stehen in Kübeln wie im Beet, an geschützten Ecken unter Bäumen oder an Mauern, aber auch an weniger geschützten, windigen, offenen Standorten. Einige der Büsche waren schon recht weit ausgetrieben, bei anderen verdickten sich gerade erst die Knospen. Die Voraussetzungen waren also sehr unterschiedlich, als Frost und Schnee vorgestern zuschlugen. Daher werden auch die Schäden sehr unterschiedlich ausfallen.

Bei einigen Hortensien wird überhaupt nichts passieren – nämlich bei denen, die noch fast gar nicht ausgetrieben waren. Bei anderen erwarte ich, dass die vielen saftig grünen frischen Blätter in den nächsten Tagen komplett „matschig“ werden, später trocken, und dann abfallen.

Samthortensie mit Frostschaden vom 27.4.2020 und vorher (kleines Bild)

Neuaustrieb an der gleichen Samthortensie, 7.5.2020

 

 

 

Bitte nicht schneiden!

Was ich aber bei keinen Hortensien jetzt machen werde, ist sie zu schneiden. Bitte, bitte, bitte nicht allein wegen der Schäden die Hortensien jetzt schneiden! Klar, sollten sie für Ihre Waldhortensien (Hydrangea arborescens) und Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) sowieso noch den Frühjahrsschnitt geplant haben, dann können Sie den nach dem Ende dieser Frostperiode natürlich durchführen. Aber wenn meine Beschreibung von oben eintrifft – Blätter „matschig“ werden, eintrocknen, abfallen – dann schneiden sie bitte nicht nur deswegen. Und erst recht nicht, wenn Sie Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) haben, die ja bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Blüten für dieses Jahr bilden. Denn: In aller Regel teiben die Hortensien an genau diesen „erfrorenen“ Stellen nach kurzer Zeit doch wieder aus! Ich habe das vielfach erlebt. Knospen, ob mit oder ohne Blüte, bestehen aus vielen, vielen Blattschichten, die eng übereinander liegen. Die äußeren davon öffnen sich zuerst und erfrieren dann bei Frost. Aber vielfach sind die tiefer liegenden Blätter in den Knospen gar nicht zerstört worden, auch wenn es für uns zunächst so aussieht. Diese kommen dann nach. Und mit etwas Glück und je nach Stärke des Frostes, ist auch die Blütenknospe ganz innen womöglich gar nicht beschädigt.

Düngen und Warten

Wenn der Wintereinbruch – hoffentlich bald – vorbei ist, können wir unsere Hortensien dabei unterstützen, den Rückschlag besser zu verkraften. Wer noch keinen oder wenig Dünger gegeben hat, kann dies nun sehr gut machen. So hat die Hortensie genug Nährstoffe, sollte sie ihre Blätter ganz neu bilden müssen. Umtopfen oder Umpflanzen sollten wir geschädigte Hortensien zunächst nicht. Sie brauchen nun ihre Kraftreserven, um (neues) Laub zu bilden. Ein Umtopfen oder Umpflanzen würde sie dazu reizen, statt dessen die Kraft für neues Wurzelwachstum zu verwenden – dann bleibt sie überirdisch womöglich kümmerlicher. Umtopfen können Sie auch noch später im Jahr, wenn die Hortensie wieder Blätter hat. Und das Umpflanzen sollten Sie, wenn möglich, erst nach der Blütezeit, also im Spätsommer angehen.

Fazit: die wichtiste Tugend, die wir als Hortensienliebhaber jetzt haben sollten, ist: Geduld.

 

Hortensienblau, die erste Runde

Die Zeit rückt nah, dass die erste Gabe Hortensienblau ansteht. Wer schöne blaue Blüten bekommen möchte, kommt darum nicht herum.

Stahlblaue Blüten: Diese „Renate Steininger“ hat zum richtigen Zeitpunkt Aluminiumsulfat bekommen.

Wenn Bauernhortensien, botanisch Hydrangea macrophylla, blau blühen sollen, brauchen sie zwei Dinge: Zum einen Aluminiumsulfat zum richtigen Zeitpunkt im Wachstum, das in der Pflanze den natürlichen Farbumschlag auslöst. Und keine Sorge, das ist ein natürlicher Prozess und keine „böse Chemie“ [wie auch in diesem Blogbeitrag nachzulesen ist]. Zum anderen braucht die Hortensie genügend saure Erde, damit sie die Nährstoffe und darunter das Aluminiumsulfat auch aufnehmen kann. Dieses Aluminiumsulfat kann man Hortensien durch verschiedene Präparate geben. Die einfachste ist, so genanntes „Hortensienblau“ im Fachhandel zu kaufen. Auf der Packung steht dann die genaue Dosierung, da kann quasi nichts schief Weiterlesen

Hortensienblüten trocknen – einfach und schnell

Links eine noch frische, rechts und hinten bereits „vergrünte“ Hortensienblüten

Getrocknete Hortensien eigenen sich bestens für Innendekorationen

Am Ende des Sommers ist für Hortensien noch längst nicht Schluss. Jetzt, ab August, ist es Zeit, die Blüten zu trocknen und für zauberhafte Innendekorationen einzusetzen. Mit ein paar Tricks werden sie lange haltbar.

Nur vergrünte Blüten schneiden
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Mini-Laterne mit Hortensienblüten

Wer möchte noch schnell sein Haus mit einer Laterne schmücken, bevor Sankt Martin reitet? Unsere Mini-Laterne für Teelichter ist ruckzuck gemacht – und mit getrockneten Hortensienblüten ein besonderes Schmuckstück. Natürlich nicht nur für St. Martin, es wäre zum Beispiel auch ein schönes, persönliches Weihnachtsgeschenk.

Laterne Hortensia4U Mini Hortensien Blüten getrocknet Sankt Martin WeihnachtsgeschenkDas wird benötigt:

  • Bleistift, Lineal, Cutter (oder Schere), Kleber
  • Evtl. ein Gummiband und eine Wäscheklammer
  • Kariertes Papier oder Millimeterpapier
  • Bastelkarton in der Lieblingsfarbe
  • Transparent-Papier (hier in weiß)
  • Getrocknete Hortensienblüten
  • Evtl. Streuglitzer

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