April: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für April.

  • Hortensien wachsen verschieden schnell
  • Frostschäden? – Trotzdem bitte zunächst nicht schneiden
  • Dickmaulrüssler jetzt schon bekämpfen
  • Schritt für Schritt nach draußen.

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

März: Kuscheliges Zuhause für den Frühling

Es ist zwar schon Frühling im März und April, aber Regentage und kühle Temperaturen gibt es noch genug. Statt sich darüber aufzuregen, haben wir eine bessere Idee: Machen wir unser Zuhause für den Frühling kuschelig. Natürlich auch mit Hortensien. Frühjahrsblüher und Osterdekoration sind bereits vielerorts eingezogen, aber vielleicht darf es auch noch etwas anderes sein. Wir hätten ein paar Ideen für Sie. Drei Stilrichtungen möchten wir Ihnen vorstellen, und wie sie diese mit ein paar Handgriffen umsetzen können.

Da wäre zunächst der „Natürliche Charme“, wie wir es einmal nennen wollen. Wer Holzmöbel zu Hause hat, besitzt schon eine ideale Grundausstattung. Dazu passen alle Materialien und Farben, wie sie in der Natur zu finden sind. Geflochtene Körbe und Kränze, eine mit Moos und Hortensienblüten bestückte Drahtetagere, Tierfiguren. Tischdecken, Wolldecken und Kissen mit ländlichen Motiven in sanften Farben. Wir haben uns die zweifarbige Hortensie „Tivoli“ dafür ausgesucht. In einem Flechtkorb steht sie, umringt von Schmetterlingen, auf einer rustikalen Holztruhe.

In einer anderen Ecke unseres Wohnzimmers wird es hingegen fröhlich-bunt. Wer nach den dunklen Wintertagen die Frühjahrsmüdigkeit mit knalligen Farben vertreiben möchte, ist in diesem Einrichtungsstil richtig. Unser kunterbunter Sessel macht einfach gute Laune. Wer schlichte Möbel besitzt, peppt sie mit farbigen Kissen und natürlich bunten Blumen in auffälligen Töpfen auf. Quietschbunte Kunststofffiguren passen hier ebenfalls bestens hinein. Bei uns steht der Sessel vor der Spielecke der Kinder. Und die Hortensie auf dem Holzschemel ist ebenso bunt, eine dreifarbige Hortensia Trio.

Der dritte Stil im Bunde ist weniger bunt, aber nicht weniger spannend: Auf Basis von schwarz und weiß ist unsere Couchecke eingerichtet. Kuschelkissen in zurückhaltenden Farben, die beige Decke und ein hochfloriger Teppiche sorgen dafür, dass die Wohnung trotzdem nicht kühl wirkt. Auf dem Tisch steht eine „Schneeball“ im Wasserspeichertopf. Der Topf trägt unsere eigenes Schrift-Design in schwarz-weiß. Na, da fehlen jetzt ja nur noch ein Tee und ein gutes Buch für den gemütlichen Nachmittag…

 

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März: Wie halte ich Zimmer-Hortensien? 6 Top-Tipps

Unter Blumenfreunden wird viel diskutiert, ob Hortensien als Zimmerpflanzen zu empfehlen sind, oder nicht. Wir geben Tipps, wie sich die Gehölze auch auf der Fensterbank wohl fühlen – und warum man sie am besten erst ab Ende Februar dort hinstellt.

Zimmer-Hortensien bringen frische Farbe ins Haus.

Zimmer-Hortensien bringen frische Farbe ins Haus.

„Bei mir bekommen Hortensien im Zimmer immer Schädlinge. Sie gehören nicht ins Haus“ – sagt der eine. „Ich möchte meine Zimmer-Hortensien nicht missen, sie bringen endlich wieder Farbe in meine Wohnung und halten sich prima“ – sagt der andere. Und beide haben auf ihre Weise ja auch Recht. Hortensien sind Gehölze und fühlen sich draußen im Freien auf Dauer am wohlsten. Das ist nicht abzustreiten. Dennoch kann man es ihnen aber auch auf der Fensterbank auf Zeit gemütlich einrichten, man muss nur einige Tipps beherzigen.

Tipp 1: Blühende Zimmerhortensien erst ab Ende Februar kaufen.

Zwar gibt es meist schon ab Januar blühende Hortensien, doch sind diese meist nicht sehr lange schön. Das liegt an der unterschiedlichen Lichtmenge, die die Pflanzen beim Gärtner und dann zu Hause auf der Fensterbank bekommen. Im Gewächshaus mit seinen großen Glasflächen kommt jeder Lichtstrahl bis zu den Hortensien durch. Manche Pflanzen bekommen auch vom Gärtner zusätzlich Licht, damit sie gut wachsen können. Kommen diese Hortensien dann in der Wohnung an, bekommen sie plötzlich sehr viel weniger Licht. Ab Ende Februar ist das Tageslicht zu Hause aber immerhin schon viel intensiver als im Januar, daher haben die Pflanzen dann eine viel bessere Blütezeit als die ganz früh gekauften.

Tipp 2: Möglichst hell stellen
Auf jeden Fall sollten Zimmerhortensien möglichst hell stehen, gerne direkt am Fenster. Lichtmangel verkürzt die Blütezeit erheblich. Die Blüten werden dann schnell braun. Außerdem bedeutet Lichtmangel Stress – und Stress macht Pflanzen anfällig für Schädlinge. Bei aller Helligkeit sollten Hortensien vor zu starker Sonneneinstrahlung wiederum geschützt werden. Besonders weiße Hortensienblühten verbrennen leicht in der Mittagshitze hinter der Fensterscheibe.

Tipps 3: Wasserspeichertöpfe nutzen

Über einen Doch kann sich die Hortensie im Wasserspeichertopf selbst versorgen

Über einen Doch kann sich die Hortensie im Wasserspeichertopf selbst versorgen

Wenn Hortensien etwas benötigen, dann genug Wasser. Nicht umsonst bedeutet ihr lateinischer Name Hydrangea übersetzt „Wassergefäß“. Im Zimmer müssen Hortensien erfahrungsgemäß mindestens jeden zweiten Tag, an sonnigen und damit wärmeren Standorten sogar täglich gegossen werden. Es sei denn, man hat seine Hortensie im Wasserspeichertop stehen. Aus dem Wasserspeicher kann sich die Pflanze – in der Regel mit Hilfe eines Dochtes – nach Bedarf selbst versorgen. So wird die Hortensie super pflegeleicht.
Sollten Blätter und Blüten dann doch noch mal plötzlich schlapp herunterhängen, schnell einen guten Schwung Wasser geben. In der Regel stehen sie dann ohne Schaden wieder auf. Trotz aller Wasserfreude mögen Hortensien Staunässe übrigens gar nicht. Heißt, ihre Wurzeln sollten nie im Wasser stehen. Sonst faulen diese leicht.

Tipp 4: Heizungs-Zugluft vermeiden
Direkt über der Heizung stehen Hortensien nicht gut. Die aufsteigende warme und trockene Heizungsluft nimmt die Blattfeuchte der Hortensie mit und verstärkt dadurch die ohnehin hohe Verdunstungsrate. Dies bedeutet Trockenstress für die Hortensie und Stress, wie oben schon gesagt, macht die Pflanzen anfälliger für Schädlinge. So, wie ein geschwächter Mensch ebenfalls zum Beispiel schneller eine Erkältung bekommt. Daher Hortensien zwar gerne warm, aber möglichst nicht in Zugluft stellen.

Tipp 5: Nicht düngen
Hortensien brauchen Dünger nur während der Wachstumsphase. Blühende Hortensien fürs Zimmer sind bereits voll entwickelt und brauchen nicht gedüngt zu werden.

Tipp 6: Lüften gegen Schädlinge

Rote Blätter, verursacht durch Spinnmilben

Rote Battflecken, verursacht durch Spinnmilben

Zimmerhortensien haben oft mit Spinnmilben zu kämpfen, während Hortensien im Garten diese quasi gar nicht bekommen. Das hängt vor allem mit dem Klima im Haus zusammen: Spinnmilben mögen warme, trockene Luft. Außerdem bewegen sie sich fort, indem sie sich von der warmen Zimmerluft herumtreiben lassen.
Zu erkennten sind Spinnmilben zunächst an silbrigen Punkten auf der Blattoberseite. Später verfärben sich die Blattzwischenräume gelb, dann graubraun und trocknen schließlich ein. Auch können rote Blattflecken auftauchen. An der Blattunterseite kann ein zunächst feines Gespinnst zu erkennen sein. Dieses kann bei starkem Befall später die ganze Pflanze überziehen.
Vorbeugend hilft es, häufig zu lüften ober die Luftfeuchte im Raum zu erhöhen (z.B. über einen Zimmerbrunnen). Bei Temperaturen über 10 Grad kann man die Zimmerhortensien tagsüber auch gut mal nach draußen stellen. Außerdem gilt es wie gesagt, Stress durch Trockenheit, Lichtmangel oder Hitze zu vermeiden.
Hat es die Hortensie doch einmal erwischt, kann man Hortensien gut mit einer Kaliseifen-Lauge oder rapsölhaltigen Mitteln spritzen. Auf und vor allem auch unter den Blättern, dort hält sich die Spinnmilbe bevorzugt auf. Doch nicht mehr als 2x wiederholen, sonst verkleben die Blätter zu stark. Als Nützling kann man zudem Raubmilben ausbringen, die allerdings ebenfalls eine höhere Luftfeuchte benötigen.

März: Jetzt wird erstmals gedüngt

Sobald die Wachstumsphase für die Hortensien beginnt – das kann je nach Region schon im März, aber auch erst im April der Fall sein -, benötigen sie insbesondere die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor, Kalium und zudem das Spurenelement Eisen. Diese kommen natürlich im Boden vor, jedoch nicht immer in der optimalen Menge und besonders bei Kübelpflanzen ist der Vorrat irgendwann aufgebraucht. Dann sollte man düngen.

Welchen Dünger nehmen?

Langzeitdünger

Langzeitdünger besteht aus kleinen Kügelchen, in denen die Nährstoffe stecken.

Wir empfehlen für Hortensien, egal ob im Beet oder im Kübel, spezialummantelte Langzeitdünger zu verwenden. Diese gibt man jetzt im Frühjahr, sobald man erkennt, dass die Hortensien mit dem Wachstum beginnen wollen. Je nach Region und Wetterlage variiert da natürlich der genaue Termin.

Der Vorteil von Langzeitdüngern ist, dass man sie nur einmal im Frühjahr gibt und diese dann die ganze Saison über reichen und optimale Mengen freigeben. Die Hülle der Düngerkügelchen ist so konstruiert, dass sie nach und nach die Nährstoffe freigibt. Es gibt Dünger, die über Zeiträume von drei Monaten bis sechs Monaten die Nährstoffe abgeben. Mit diesen Düngern überdüngt man die Pflanzen nicht und schont vor allem auch die Umwelt, denn die Nährstoffe werden nicht so sehr mit dem Regen wieder ausgewaschen und gelangen nicht unerwünscht ins Grundwasser. Damit die Hortensien schon im Frühjahr genug Nährstoffe bekommen, darf man den Langzeitdünger natürlich nicht zu spät geben.

Die beste Zusammensetzung

Kurz etwas Chemie: Hortensien brauchen einen sogenannten N-P-K-Dünger. Der Name kommt von den chemischen Elementkennzeichnung der drei benötigten Hauptnährstoffe: Stickstoff=N, Phosphor=P, Kalium=K. Hier gibt es dann noch Unterschiede in den enthaltenen Mengen der drei Nährstoffe. Diese Unterschiede sind angegeben im Verhältnis der Nährstoffe zueinander. Hortensien benötigen in der Wachstumsphase (Frühjahr bis Sommer) Dünger mit einem Verhältnis Stickstoff zu Kalium von etwa 4:5. Wer die Inhaltsliste genauer studieren möchte: Phosphor ist in Düngern meist als P2O5 enthalten und Kalium meist als K2O.

Organische Dünger haben kaum Mineralien

Viele Gartenfreunde möchten allerdings lieber mit „natürlichen“, also organischen Düngern arbeiten, anstatt industrielle Dünger zu nutzen. Man kann Hortensien durchaus auch mit Hornspänen, Schafswolle, Rasenschnitt oder Kompost passend düngen. Zu beachten ist allerdings zweierlei dabei. Zum einen, dass auch diese Dünger früh im Jahr gegeben werden müssen, da sie erst von Bodenlebewesen zersetzt werden müssen, um die Nährstoffe nutzbar zu machen. Sie eigenen sich daher auch eher für Gartenhortensien als für Kübel, wo bestimmte Bodenlebewesen oft fehlen. Zum anderen sind in diesen organischen Düngern fast keine Mineralien wie Phosphor und Kalium enthalten, sondern vor allem Stickstoff. So kann es bei rein organischer Düngung in diesem Bereich zu Mangel kommen. Das ist durchaus erheblich: Phosphor benötigen Hortensien zum Beispiel für ein gesundes Wachstum von Blättern, Blüten und Wurzeln (Aufbau von Zellwänden) und für die allgemeine Energieversorgung. Kalium sorgt unter anderem für stabile Triebe, unterstützt die Resistenz gegen saugende Insekten und Frost und hat großen Einfluss auf den gesamten Wasserhaushalt der Hortensie. Wer organische Dünger nutzen möchte, sollte also genau auf Mangelerscheinungen achten und bei Bedarf vielleicht flüssig nachdüngen.

Bei akutem Mangel Flüssigdünger

Hortensien mit und ohne Dünger

Großer Unterschied: Dieselbe Hortensiensorte im Topf. Links mit Dünger, rechts ohne.

Stellt man im Laufe des Jahres an seinen Hortensien einen akuten Mangel fest, kann man diesen mit Flüssigdünger am besten beheben. Hier sind die Nährstoffe sofort für die Pflanze verfügbar. Einen Nährstoffmangel könnten zum Beispiel gelbe oder braune, fleckige oder eintrocknende Blätter zeigen. Oft taucht auch ein Eisenmangel bei Hortensien auf, erkennbar am zunehmenden, fleckigen Verlust der grünen Blattfärbung. Dies nennt man Chlorose. Dann ist ein spezieller Eisendünger gefragt.

Schäden vermeiden – nicht überdüngen!

Ganz, ganz wichtig beim Thema Düngen ist es, dass mein seine Pflanzen auch Überdüngen und dadurch schädigen bis töten kann. Erheblich ist auch, dass zu viel Dünger meist mit dem Regen ausgewaschen wird und dann im Grundwasser landet – Stichwort Nitratbelastung. Daher sollte man sich grundsätzlich an die Packungsanweisungen halten, eher etwas vorsichtig Düngen und seine Pflanzen genau beobachten, ob sie überhaupt Dünger brauchen. Also nicht generell einfach jedes Jahr beim Auftrauchen des ersten Grüns direkt düngen, sondern nur, wenn man Mangelerscheinungen wie allzu helle Blätter, abnehmende Blütenanzahl oder schlechten Wuchs feststellt. Hier hilft es auch, mal eine Bodenprobe machen zu lassen. Diese wird von verschiedenen Laboren angeboten, zum Beispiel von den Raiffeisen-Märkten (https://www.raiffeisen-laborservice.de/boden/gartenbau/bodenanalysen-gartenbau).

Für die Hortensie schädlich ist eine Überdüngung zum einen, weil der Nährstoffüberschuss zu instabilen Zellwänden und ähnlichen Dingen führen kann. Außerdem liegen die mineraltischen Nährstoffe wie Phosphor und Kalium in Form von Salzen vor, und zu viel Salz zerstört die Wurzeln.

Mit organischen Düngern ist das Risiko einer direkten Schädigung der Pflanzen geringer, das Risiko der Auswaschung von Nitrat in den Boden jedoch letztlich gleich hoch. Denn Stickstoffe können im Boden ebenfalls in Nitrat umgewandelt werden. Wer dazu noch genaueres Lesen möchte, sei auf diese Webseite des Umweltbundesamtes verwiesen: https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/grundwasser/nutzung-belastungen/faqs-zu-nitrat-im-grund-trinkwasser#welche-grenzwerte-gibt-es-fur-nitrat

März: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für März.

  • Wie halte ich Zimmerhortensien? 6 Top-Tipps
  • Blühende dürfen noch nicht nach draußen
  • Jetzt wird erstmals gedüngt
  • Der Geist der Spätfröste – abdecken oder nicht?
  • Hortensienblau, die erste Runde
  • Schädlinge an Zimmerhortensien behandeln

Ausführliche Texte zu den genannten Themen sind in den Beiträgen zu finden oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Februar/März: Jetzt dürfen Zimmerhortensien einziehen

Bis Ende Februar sollte man besser warten, bevor man Zimmerhortensien kauft, hatte ich Ihnen vor kurzem geraten. Nun aber ist es endlich so weit: Die wunderschönen Zimmerhortensien dürfen einziehen!

Hortensia Natural Spring Hortensie PellensMit ihren großen Blüten in zahlreichen Farben sind Hortensien ein wunderschöner Frühlingsschmuck für die Wohnung. Und außerdem sind sie praktische Lufterfrischer. Das niederländische Forschungsinstitut Fytagoras Plant Science aus Leiden hat dies sogar in Studien nachgewiesen. Über die zahlreichen kleinen Blüten und die dichten Blätter der Pflanze verdunstet besonders viel Wasser; diese Feuchtigkeit gelangt in die Raumluft. Damit wirken Zimmerhortensien wie natürliche Luftbefeuchter. Das hilft gegen die trockene Heizungsluft, die häufig Haut, Augen und Atemwege stresst. Die Empfehlung des Fytagoras Instituts lautet: „Je mehr Hortensien in Wohnräumen, um so besser entwickelt sich die relative Luftfeuchtigkeit. Für ein gesundes Raumklima sollten mindestens zwei Hortensien pro Raum aufgestellt werden.“

Viele Menschen sind aber sehr skeptisch, was Hortensien als Zimmerpflanzen angeht. Zu Unrecht, wie ich finde. Es sind in der Regel Pflegefehler und falsche Erwartungen, die die Freude an der Hortensie verkürzen.

Hortensien VintageManchmal ist die Erfahrung, dass die Blätter oder Blüten schon nach kurzer Zeit braun werden. Das liegt dann in der Regel an Lichtmangel. Deshalb habe ich geraten: Hortensien erst ab Ende Februar kaufen. Der Sonnenstand ist vorher noch so niedrig, dass nur die „falschen“ Wellenlängen bei uns ankommen und insgesamt selbst am Südfenster einfach zu wenig Lichtintensität hereinkommt. Was uns Menschen schon hell erscheint, ist für Pflanzen trotzdem noch dunkel. Und auch nach Ende Februar brauchen Hortensien einen möglichst hellen Platz im Haus. Aber wiederum keine pralle Sonne hinter der Scheibe, denn dann steigt die Verdunstung so hoch, dass die Pflanze mit „trinken“ kaum nachkommt und die Hitze auf den Blättern wird womöglich so groß, dass sie verbrennen können. Der beste Standort ist auf dem Fensterbrett oder direkt neben einem Fenster, aber ohne pralle Sonne.

Übrigens muss eine Hortensie nicht, wie manchmal gesagt, generell „kühl“ stehen. Blühende Hortensien fühlen sich bei Raumtemperatur sehr wohl, das passt zu ihrer üblichen Blütezeit im Sommer. Der Wurzelballen sollte immer durchgehend etwas feucht sein. Beim Gießen daher immer so reichlich Wasser geben, dass es unten am Topf wieder herausläuft, dann ist der Wurzelballen wirklich komplett durchfeuchtet. Gerne auch mal bis zum Topfrand in Wasser eintauchen und warten, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Überschüssiges Wasser dabei aber unbedingt sofort abgießen und niemals im Übertopf stehen lassen, denn Staunässe lässt die Wurzeln faulen. So gepflegt können Zimmerhortensien Zuhause acht bis zwölf Wochen blühen.

Zorro Hortensie HortensiaEinmal verblüht allerdings macht es keinen Sinn, eine Hortensie noch im Zimmer zu halten. Es sei denn, sie gefällt einem als Grünpflanze. Neue Blüten wird die Hortensie im Haus nicht ansetzen. Denn Hortensien benötigen eine ganz bestimmte Klima- und Lichtmengenabfolge mit Herbst und sogar Winterfrost-Zeiten, um neue Blüten anzulegen. Das klappt im Haus nicht. Doch die verblüte Zimmerhortensie muss deshalb nicht in den Kompost. Denn sie kann genauso gut draußen stehen. Zimmerhortensien sind genau die gleiche Art Hortensie, wie sie auch als Gartenhortensie verkauft werden, nämlich Hydrangea macrophylla, also Bauernhortensien. Lediglich sind es in der Regel die kleinwüchsigen Sorten, damit sie in den Blumentopf passen. Doch auch die können noch größer und buschiger werden. Wer also Balkon, Terrasse oder Garten hat, kann seine Zimmerhortensie dort unterbringen, im Kübel oder im Beet, und wird bei guter Pflege im nächsten Jahr neue Blüten haben. Aber bitte die Pflanzen erst ab Mitte Mai raussetzen, Zimmerhortensien sind an Wärme gewöhnt und müssen sich draußen erst eingewöhnen.

Und wie setzt man eine Zimmerhortensie am besten in Szene? Dazu möchte ich Ihnen meinen Blogtext „Kuscheliges Zuhause für den Frühling“ empfehlen.

Ich wünsche eine bunte Hortensienzeit!

Ihre Hortensia

Februar: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für Februar.

  • Hortensien noch nicht schneiden
  • Winterschutz an warmen Tagen lüften
  • Staunässe im Beet abhelfen
  • Schädlinge im Winterquartier – was tun?
  • Ab Monatsende dürfen Zimmerhortensien einziehen

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich bereits in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Januar/Februar: Hortensien richtig schneiden

Hortensien wollen geschnitten werden – wann und wie erkläre ich hier.

Sobald die ersten milden Tage des Jahres sich ankündigen, kribbelt es Hortensienbesitzern meist in den Scheren. Aufräumen steht auf dem Programm. Man möchte, dass es losgeht im Garten. Doch man liest so viel Verschiedenes über das Schneiden von Hortensien – wann mache ich es denn nun? Und wie weit schneidet man sie herunter? Hier kommen die Antworten.

Die Antwort auf diese Fragen ist: Es kommt auf die Klimaregion an, in der man wohnt, und auf die Hortensiensorten, die man hat. Wir schauen uns das einmal näher an.

Wann kann ich schneiden?
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Mai: Mit Hortensien gestalten – die bunte Terrasse

Wie setzt man Hortensien am besten in Szene? Wir haben diesmal eine Terrasse in den Blick genommen und zeigen Ideen für eine kunterbunte Dekoration mit blühenden Hortensien.

Wer es bunt mag und üppig bepflanzt, für den sind Hortensien ideale Zeitgenossen. Die vielen verschiedenen Farben, die sich über die Blühsaison sogar noch verändern, lassen sich wunderbar zu ganzen Farbpaletten mischen. Auf der Terrasse in unserem Beispiel wurde wahrlich aus dem Vollen geschöpft – blau, weiß, lila, rosa, rot, es sind alle Farben dabei. Sie ist von zwei Seiten vom Haus gerahmt und liegt mit den offenen Seiten nach Nord-Osten. Somit kommt nur die Morgensonne dorthin, ein idealer Platz für Hortensien. Weiterlesen

16. Mai: Vorgetriebene dürfen endlich nach draußen!

Es ist fast geschafft, die Eisheiligen sind so gut wie vorbei! Nun fällt auch für alle empfindlicheren Pflanzen der Startschuss im Garten. Dazu gehören Hortensien, die man als Vorgetriebene im Geschäft kaufen kann oder die man selbst schon vorgezogen hat. Allerdings sollte man sie Schritt für Schritt an draußen gewöhnen – wir erklären, wie das am besten geht.

Hortensie mit Sonnenbrille

Erst mal nur gucken! Vorgezogene Hortensien müssen sich erst an das ungefilterte Licht und die kühleren Temperaturen draußen gewöhnen.

Zwei Gefahren erwarten Hortensien beim Umzug ins Freie: Sonnenbrand und Kälte. Wegen der Kälte wartet man bestenfalls bis zum 16. Mai mit dem Auspflanzen, da ab diesem Datum in unseren Breitengraden recht sicher kein Frost mehr zu erwarten ist. Gegen den Sonnenbrand muss man die Hortensien langsam abhärten.

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