August: Hortensienblüten trocknen – einfach und schnell

Links eine noch frische, rechts und hinten bereits „vergrünte“ Hortensienblüten

Getrocknete Hortensien eigenen sich bestens für Innendekorationen

Am Ende des Sommers ist für Hortensien noch längst nicht Schluss. Jetzt, ab August, ist es Zeit, die Blüten zu trocknen und für zauberhafte Innendekorationen einzusetzen. Mit ein paar Tricks werden sie lange haltbar.

Nur vergrünte Blüten schneiden
Ein Fehler, den man nicht machen darf: Frische Blüten zum Trocknen zu schneiden. Das Weiterlesen

Juli: Wasser sparen an Hortensien

Hortensien brauchen im Vergleich zu anderen Sträuchern viel Wasser, daran ist grundsätzlich nichts zu ändern. Dennoch kann man auch bei ihnen Wasser einsparen. Wir erklären, wie.

Gießkanne Hortensie Gießen HitzeDer hohe Wasserverbrauch von Hortensien erklärt sich daraus, dass sie ursprünglich aus Gebieten mit eher hoher Luftfeuchte und frischem Boden stammen und sich daran angepasst haben. Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) zum Beispiel stammen aus Asien, Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) und Waldhortensien (Hydrangea arborescens) aus Nordamerika und kamen vor allem in regenreichten Regionen an halbschattigen Wälderändern vor. Daher konnten es sich die Pflanzen leisten, großes Blattwerk und große Blüten auszubilden, deren Oberfläche viel Feuchtigkeit verdunstet. Diese hohe Verdunstungsrate muss nun auch bei uns im Garten ausgeglichen werden – duch ausreichende Wassergaben.

Diese hohe Verdunstungsrage ist also „schuld“, dass Hortensien bei uns im Garten so viel Wasser benötigen. Im Umkehrschluss heißt das: Wer Wasser einsparen möchte, muss die Verdunstungsrate reduzieren. Dafür gibt es drei Möglichkeiten.

Tipp eins: Den Standort optimieren

Hortensien Garten

Im Halbschatten unter Bäumen gedeihen Hortensien prächtig.

Nicht umsonst predigen Fachleute zu allen Hortensien: Pflanzt sie in den Halbschatten. Ja, es gibt Sorten, die auch mit mehr Sonne zurecht kommen. Vor allem die Rispenhortensien und Waldhortensien sind dafür bekannt. Nichts desto trotz muss einem klar sein: Auch Rispen- und Waldhortensien wuchsen, wie gesagt, ursprünglich am Waldrand im Halbschatten, und dies ist daher der beste Standort. Der Knackpunkt: Je sonniger die Hortensien stehen, um so mehr wird die Verdunstung angekurbelt und entsprechend mehr Wasser benötigen sie.  Das ist vergleichbar mit dem Schwitzen von uns Menschen. Und Hitze sowie Sonneneinstrahlung ist auch immer ein Stressfaktor für Hortensien. Noch mal der Vergleich zum Menschen: Wir bekommen auch bei 30 Grad Celsius und acht Stunden Sonne vielleicht keinen Sonnenbrand, wenn wir an die Sonne gewöhnt sind und genug zu Trinken bekommen, aber ohne Kopfbedeckung womöglich einen Sonnenstich. Und wer Arbeiten muss, tut das doch lieber bei 25 Grad, das ist die „optimalere Betriebstemperatur“ für uns Menschen.

Fazit: Je sonniger eine Hortensie steht, um so mehr Wasser braucht sie wegen der Verdunstung. Wer hier Wasser sparen möchte, sollte seine Hortensien Halbschatten gönnen und sie nicht der Mittagshitze aussetzen. Wobei „Halbschatten“ übrigens heißt, dass der Standort mindestens die Hälfte des Tages beschattet ist, die übrige Zeit kann er durchaus vollsonnig sein.

Tipp zwei: Beet statt Kübel

Hydrangea Candybelle Marshmallow

Wächst im Topf bestens, braucht aber dort mehr Wasser: Hydrangea arborescens Candybelle ‚Marshmallow‘

Hortensien kann man sehr gut in Töpfen oder größeren Kübeln halten, wenn man die Nährstoffversorgung durch passende Düngergaben gewährleistet. Wenn wir vom Wasserverbrauch sprechen, ist das Beet allerdings der bessere Standort. Der Kübel bietet einerseits weit mehr Angriffsfläche für Sonne und Wärme und heizt sich daher mehr auf, was die Wasserverdunstung steigen lässt. Auch das Material des Topfes spielt dabei eine Rolle: Metall heizt sich mehr auf als Kunststoff, dunkleres Material schneller als helles.

Außerdem wachsen die Wurzeln im Topf viel dichter ineinander, da sie ja nur beschränkten Raum haben und sich nicht, wie im Beet, ausbreiten können wie sie möchten. Die Wurzeln verdrängen so nach und nach die Erde im Topf und so fehlt diese Erde als Wasserspeicher. Heißt: Ein Quadratmeter Wurzelbereich im Topf kann viel weniger Wasser aufnehmen als dieselbe Fläche im Beet. Gießwasser fließt schneller weg, es muss häufiger gegossen werden. Etwas Abhilfe kann hier eine Mulchschicht bringen, die die Feuchte nach oben nicht so schnell weg lässt. Und natürlich – siehe oben – ein Standort im Halbschatten, so dass der Topf insgesamt nicht so heiß wird.

Tipp drei: Morgens oder abends gießen

Dass man besser zu den kühleren Tageszeiten gießt, ist inzwischen natürlich bekannt, soll hier aber der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden. Je kühler es ist, je weniger Wasser verdunstet ungenutzt. Wer mit Schlauch oder Gießkanne arbeitet, kann außerdem direkt auf das Erdreich gießen, besser nicht über die Blätter, denn da bringt das Wasser ja nichts und verdunstet nur.

Einen prächtigen Hortensiensommer wünscht

Ihre Hortensia

Juni/Juli: Der Sommerschnitt – wenn’s eh nicht blüht…

Er sorgt für neue Verzweigung und einen buschigen Aufbau.

Vor dem Schnitt sieht die „Mont St. Jean“ etwas zerpflückt aus.

So manche Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) hat  in diesem Jahr keine oder nur wenige Blüten angesetzt. „Schuld“ ist vielfach der späte Frost, nachdem die Hortensien schon ausgetrieben waren. Es kann aber auch Hortensien betreffen, die erst im Vorjahr gepflanzt wurden, und die ihre Energie nun erst einmal in den Aufbau eines guten Wurzelwerks stecken. Was auch immer der Grund: Blütenfreie Jahre sind bei Hortensien ideal für einen Sommerschnitt, der zu neuer Verzweigung und einem stabilen, wunderbar buschigen Aufbau anregt. Juni und Juli sind dafür die besten Monate – nicht umsonst stutzen Hortensiengärtnereien momentan ihre Jungpflanzen auf den Feldern. Bis zum Herbst können die frischen Triebe dann noch gut ausreifen und „winterhart“ werden. In diesem Blog-Beitrag zeigen wir, wie man beim Sommerschnitt vorgeht. Weiterlesen

Juni: Hitzewelle – so tun Sie Ihren Hortensien Gutes

Es soll warm werden gegen Ende der Woche. Zu Recht sorgen Sie sich in solchen Hitzephasen um Ihre Schützlinge. Hohe Temperaturen sind purer Stress für alle Hortensienarten, selbst für die Sonnenliebhaber, was mit der Wasserversorgung zu tun hat. Deshalb möchte ich Ihnen ein paar Infos an die Hand geben, was Sie Ihren Hortensien nun Gutes tun können.

Hitze Hortensie Tipp

Die Erde ist feucht aber oben schlappts? Die Verdunstung ist schuld.

Hitze – warum eigentlich ist sie ein solches Problem, selbst wenn man regelmäßig und richtig gießt? Viele von Ihnen werden beobachten, dass trotz gut feuchter Erde die Hortensie tagsüber „schlappt“, also ihre Blätter oder womöglich ganze Triebe hängen lässt.Das hat einen simplen Grund:

Bei ungewöhnlich hohen Temperaturen geht die Weiterlesen

Mai: Mit Hortensien gestalten – die bunte Terrasse

Wie setzt man Hortensien am besten in Szene? Wir haben diesmal eine Terrasse in den Blick genommen und zeigen Ideen für eine kunterbunte Dekoration mit blühenden Hortensien.

Wer es bunt mag und üppig bepflanzt, für den sind Hortensien ideale Zeitgenossen. Die vielen verschiedenen Farben, die sich über die Blühsaison sogar noch verändern, lassen sich wunderbar zu ganzen Farbpaletten mischen. Auf der Terrasse in unserem Beispiel wurde wahrlich aus dem Vollen geschöpft – blau, weiß, lila, rosa, rot, es sind alle Farben dabei. Sie ist von zwei Weiterlesen

März: Hortensienblau, die erste Runde

Die Zeit rückt nah, dass die erste Gabe Hortensienblau ansteht. Wer schöne blaue Blüten bekommen möchte, kommt darum nicht herum.

Stahlblaue Blüten: Diese „Renate Steininger“ hat zum richtigen Zeitpunkt Aluminiumsulfat bekommen.

Wenn Bauernhortensien, botanisch Hydrangea macrophylla, blau blühen sollen, brauchen sie zwei Dinge: Zum einen Aluminiumsulfat zum richtigen Zeitpunkt im Wachstum, das in der Pflanze den natürlichen Farbumschlag auslöst. Und keine Sorge, das ist ein natürlicher Prozess und keine „böse Chemie“. Zum anderen braucht die Hortensie Weiterlesen

Neulich am Gartenzaun – Gemüsehandel

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 18.

Neulich am GartenzaunEs ging wieder los. „Soll ich ein Schild aufstellen?“, fragte Heinz leicht genervt, nachdem er zum dritten Mal an diesem Tag seine Zeitungslektüre auf der Terrasse unterbrochen hatte. „Hausierer und Hobby-Gemüsehändler müssen draußen bleiben.“ Er erntete einen giftigen Blick von Else, die mit einer Tüte beladen in Richtung Kühlschrank an ihm vorbeilief. Frische Erdbeeren waren darin, die sie soeben von ihrem Nachbarn Frank bekommen hatte, dem passionierten Biogärtner der Wohnsiedlung. Weiterlesen

April: Hortensien stärken mit Brennesseln

Mittel zur Pflanzenstärkung werden sogar im professionellen Gartenbau eingesetzt. Auch im Privatgarten machen sie Sinn.

Ein schöner warmer Tee ist für viele Menschen ein wunderbares Stärkungsmittel. Auch ich liebe ihn. Gegen schlechte Laune an einem Regentag, gegen winterliche Kälte, als Vorbeugung gegen Erkältungen oder als Heilmittel, wenn es im Hals kratzt oder im Bauch zwickt. Tee funktioniert, weil planzliche Inhaltsstoffe durch die Hitze gelöst werden und mit dem Wasser aufgenommen. Weiterlesen

Juli: Die beste Zeit – oder auch nicht…

Wenn nicht so viel blüht, hilft der „Tunnelblick“.

Viele Hortensien sind zurückgefroren und kämpfen nun mit den Wildkräutern.

Jetzt, genau jetzt ist für Hortensienfreunde die schönste Zeit des Jahres, die Hauptblütezeit unserer Lieblingspflanzen – oder eben leider auch nicht. 2017 ist kein gutes Hortensienjahr. Der Spätfrost im April hat nach dem warmen März einfach zu vielen Bauernhortensien die Blüten und auch zahlreiche Triebe gekostet. Weiterlesen