Gemüsehandel

Das Rentnerehepaar Heinz und Else erlebt den ganz normalen Alltagswahnsinn mit ihren Nachbarn am Gartenzaun. Kurzgeschichten aus der Vorstadtsiedlung zum Lesen oder Überlesen. Episode 18.

Neulich am GartenzaunEs ging wieder los. „Soll ich ein Schild aufstellen?“, fragte Heinz leicht genervt, nachdem er zum dritten Mal an diesem Tag seine Zeitungslektüre auf der Terrasse unterbrochen hatte. „Hausierer und Hobby-Gemüsehändler müssen draußen bleiben.“ Er erntete einen giftigen Blick von Else, die mit einer Tüte beladen in Richtung Kühlschrank an ihm vorbeilief. Frische Erdbeeren waren darin, die sie soeben von ihrem Nachbarn Frank bekommen hatte, dem passionierten Biogärtner der Wohnsiedlung. „Seit wann hast du denn etwas gegen Erdbeeren?“, fragte Else bewusst provokant, als sie zurück war und sich in einen der Terrassenstühle plumpsen ließ. „Ich mache heute Abend Erdbeerquark, das ist doch perfekt.“ Heinz seufzte. Natürlich war Else top vorbereitet und hatte vermutlich schon seit Tagen Quark genau für diesen Moment im Haus. In der Erwartung, dass Frank mit Sicherheit irgendwann dieser Tage mit seinen Erdbeeren um die Ecke kommen würde. So wie seit Jahren. „Natürlich habe ich nichts gegen Erdbeeren, das weißt du genau“, antwortete Heinz  dennoch. „So, wie ich auch nichts gegen die Tomatenpflanzen habe, die Heidi heute Morgen gebracht hat, als wir gerade beim Frühstück saßen. Ich habe auch nichts gesagt, als pünktlich zum Mittagessen die Zwillinge von Janssens hereinlärmten mit den zwei Köpfen Salat. Aber du wirst es mir nachsehen, wenn ich schon wieder das Gefühl habe, ich befände mich auf einem öffentlichen Basar. Ihr macht mich wahnsinnig mit eurer Tauscherei!“

Doch Else lächelte nur. „Stell dich doch nicht so an“, entgegnete sie. Sah auf die Uhr, trank schnell den letzten Schluck Kaffee aus ihrer Tasse und stand schon wieder auf. „Übrigens musst du jetzt mal fertig werden mit deiner Zeitung, wir müssen los.“ Heinz, der sich schon wieder in einen Artikel vertieft hatte, schaute stirnrunzelnd über den Zeitungsrand zu seiner Frau hinauf. „Los?“, fragte er. „Wieso? Wohin?“ „Zu unserem Sohn und unseren Enkeln“, sagte sie und war schon durch die Wohnzimmertür hindurch. „Wir sollen uns ihre wunderbaren Möhren anschauen.“ Heinz blieb sitzen, die Zeitung im Schoß, drehte sich schließlich ruckartig gen Tür um. „Du willst mich veräppeln“, rief er hinter Else her. Doch nein, sie kam mit Straßenschuhen und Handtasche zurück, schüttelte den Kopf und lächelte ihn scheinheilig an. „Komm schon, es sind deine Enkel, sie sind so stolz auf ihre gärtnerischen Erfolge. Und außerdem…“ – Else hob einen Zeigefinger und grinste wie eine Katze, die gerade eine Maus erwischt hatte – „…es könnte viel schlimmer sein.“ In Heinz Gesicht zeigten sich Fragezeichen. So schoss Else denn den Pfeil ab und nannte jenes Wort, zu dem wohl jeder erfahrenere Hobby-Gemüsegärtner ganze Romane schreiben könnte: „Sie hätten auch Zucchini pflanzen können.“

Hortensienblau, die erste Runde

Die Zeit rückt nah, dass die erste Gabe Hortensienblau ansteht. Wer schöne blaue Blüten bekommen möchte, kommt darum nicht herum.

Stahlblaue Blüten: Diese „Renate Steininger“ hat zum richtigen Zeitpunkt Aluminiumsulfat bekommen.

Wenn Bauernhortensien, botanisch Hydrangea macrophylla, blau blühen sollen, brauchen sie zwei Dinge: Zum einen Aluminiumsulfat zum richtigen Zeitpunkt im Wachstum, das in der Pflanze den natürlichen Farbumschlag auslöst. Und keine Sorge, das ist ein natürlicher Prozess und keine „böse Chemie“ [wie auch in diesem Blogbeitrag nachzulesen ist]. Zum anderen braucht die Hortensie genügend saure Erde, damit sie die Nährstoffe und darunter das Aluminiumsulfat auch aufnehmen kann. Dieses Aluminiumsulfat kann man Hortensien durch verschiedene Präparate geben. Die einfachste ist, so genanntes „Hortensienblau“ im Fachhandel zu kaufen. Auf der Packung steht dann die genaue Dosierung, da kann quasi nichts schief Weiterlesen

Mit Hortensien gestalten – die bunte Terrasse

Wie setzt man Hortensien am besten in Szene? Wir haben diesmal eine Terrasse in den Blick genommen und zeigen Ideen für eine kunterbunte Dekoration mit blühenden Hortensien.

Wer es bunt mag und üppig bepflanzt, für den sind Hortensien ideale Zeitgenossen. Die vielen verschiedenen Farben, die sich über die Blühsaison sogar noch verändern, lassen sich wunderbar zu ganzen Farbpaletten mischen. Auf der Terrasse in unserem Beispiel wurde wahrlich aus dem Vollen geschöpft – blau, weiß, lila, rosa, rot, es sind alle Farben dabei. Sie ist von zwei Seiten vom Haus gerahmt und liegt mit den offenen Seiten nach Nord-Osten. Somit kommt nur die Morgensonne dorthin, ein idealer Platz für Hortensien. Weiterlesen

Hitzewelle – so tun Sie Ihren Hortensien Gutes

Die Hortensie schlappt, obwohl die Erde feucht ist? Zu Recht sorgen Sie sich in der aktuellen Hitzephase um Ihre Schützlinge. Diese Temperaturen sind purer Stress für alle Hortensienarten, selbst für die Sonnenliebhaber. Deshalb möchte ich Ihnen ein paar Infos an die Hand geben, was Sie Ihren Hortensien nun Gutes tun können.

Hitze Hortensie Tipp

Die Erde ist feucht aber oben schlappts? Die Verdunstung ist schuld.

Hitze – warum eigentlich ist sie ein solches Problem, selbst wenn man regelmäßig und richtig gießt? Viele von Ihnen werden beobachten, dass trotz gut feuchter Erde die Hortensie tagsüber „schlappt“, also ihre Blätter oder womöglich ganze Triebe hängen lässt.Das hat einen simplen Grund:

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Hortensien stärken mit Brennesseln

Mittel zur Pflanzenstärkung werden sogar im professionellen Gartenbau eingesetzt. Auch im Privatgarten machen sie Sinn.

Ein schöner warmer Tee ist für viele Menschen ein wunderbares Stärkungsmittel. Auch ich liebe ihn. Gegen schlechte Laune an einem Regentag, gegen winterliche Kälte, als Vorbeugung gegen Erkältungen oder als Heilmittel, wenn es im Hals kratzt oder im Bauch zwickt. Tee funktioniert, weil planzliche Inhaltsstoffe durch die Hitze gelöst werden und mit dem Wasser aufgenommen. Weiterlesen

Die beste Zeit – oder auch nicht…

Wenn nicht so viel blüht, hilft der „Tunnelblick“.

Viele Hortensien sind zurückgefroren und kämpfen nun mit den Wildkräutern.

Jetzt, genau jetzt ist für Hortensienfreunde die schönste Zeit des Jahres, die Hauptblütezeit unserer Lieblingspflanzen – oder eben leider auch nicht. 2017 ist kein gutes Hortensienjahr. Der Spätfrost im April hat nach dem warmen März einfach zu vielen Bauernhortensien die Blüten und auch zahlreiche Triebe gekostet. Weiterlesen

Der Sommerschnitt – wenn’s eh nicht blüht…

Er sorgt für neue Verzweigung und einen buschigen Aufbau.

Vor dem Schnitt sieht die „Mont St. Jean“ etwas zerpflückt aus.

So manche Bauern-Hortensie (Hydrangea macrophylla) hat  in diesem Jahr keine oder nur wenige Blüten angesetzt. „Schuld“ ist vielfach der späte Frost, nachdem die Hortensien schon ausgetrieben waren. Es kann aber auch Hortensien betreffen, die erst im Vorjahr gepflanzt wurden, und die ihre Energie nun erst einmal in den Aufbau eines guten Wurzelwerks stecken. Was auch immer der Grund: Blütenfreie Jahre sind bei Hortensien ideal für einen Sommerschnitt, der zu neuer Verzweigung und einem stabilen, wunderbar buschigen Aufbau anregt. Weiterlesen

Flussregenpfeifer im Hortensienfeld

Es ist doch immer wieder herrlich, wenn die Natur ihren Weg geht und einfach Leben um uns herum ist. Ich habe mich gerade wieder einmal freuen dürften: Flussregenpfeifer haben es sich zwischen unseren Hortensien gemütlich gemach. Endlich hatte ich auch mal die Kamera rechtzeitig parat. Sind sie nicht wunderbar?

#LebensraumGaertnerei

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Die ersten Hortensien sind eingezogen (UnserSortengarten Teil 2)

Es ist passiert – die ersten Hortensien sind endlich in unseren Sortengarten eingezogen! Am 21. August 2013 habe ich höchstpersönlich das allererste Exemplar an seinen zugedachten Platz gepflanzt. Trompetenstoß, bitte, immerhin geht hier ein lang gehegter Traum in Erfüllung. Schon gut, ich weiß, es ist „nur“ ein Garten – aber für uns ist es auch die Geburt eines neuen „Babys“ von uns. Ähnlich viel Arbeit wird es wohl machen bei 3.500 Quadratmetern… Weiterlesen