August: Bauernhortensien jetzt nicht mehr schneiden

Vielleicht haben Sie schon vom „Sommerschnitt für Hortensien“ gehört (oder meinen Blogbeitrag im Juli dazu gelesen)? Jetzt aber sollten Sie Bauernhortensien nicht mehr zurückschneiden, auch wenn noch Sommer ist.

Rosenschere rotes KreuzIm Herbst, so liest man, legen Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) ihre Blütenknospen für das neue Jahr an. Was absolut richtig ist. Die „Vorbereitung“ dieser Blütenanlage beginnt jedoch schon etwas früher. Daher sollte man einen gewünschten Rückschnitt bis Mitte Juli erledigt haben.

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Juni: Der Sommerschnitt – wenn’s eh nicht blüht…

Ein Rückschnitt im Sommer sorgt für neue Verzweigungen und einen schönen, buschigen Aufbau.

Vor dem Schnitt sieht die „Mont St. Jean“ etwas zerpflückt aus.

Immer wieder mal setzen Bauern-Hortensien (Hydrangea macrophylla) setzt keine oder nur wenige Blüten an. „Schuld“ ist vielfach ein später Frosteinbruch, nachdem die Hortensien schon ausgetrieben waren. Dann sind die Blütenknospen erfroren. Es kann aber auch Hortensien betreffen, die erst im Vorjahr gepflanzt wurden, und die ihre Energie nun erst einmal in den Aufbau eines guten Wurzelwerks stecken. Was auch immer der Grund: Blütenfreie Jahre sind bei Hortensien ideal für einen Sommerschnitt, der zu neuer Verzweigung und einem stabilen, wunderbar buschigen Aufbau anregt. Juni und Juli sind dafür die besten Monate – nicht umsonst stutzen Hortensiengärtnereien momentan ihre Jungpflanzen auf den Feldern. Bis zum Herbst können die frischen Triebe dann noch gut ausreifen und „winterhart“ werden.

In meinem Sortengarten habe ich ein passendes Anschauungsobjekt herausgesucht: Die Hortensie „Mont St. Jean“  ist nach einem Frostschaden zwar wieder gut ausgetrieben (siehe oben), hat aber natürlich als Bauernhortensie nun keine Blütenknospen. Auch steckt so einiges an Totholz zwischen den Blättern. Andere Triebe wiederum sind ziemlich lang, haben aber nur wenige Blättern. Insgesamt ist so der Aufbau der Hortensie sehr unharmonisch geworden.

Nachdem das Totholz ausgeschnitten ist, kann man den Aufbau der Hortensie gut beurteilen.

Teil eins: Vertrocknetes Ausschneiden

Am besten geht man beim Sommerschnitt in zwei Etappen vor. Zunächst holt man alle komplett vertrockneten Pflanzenteile heraus. Komplett trockene Triebe werden direkt am Boden abgeschnitten. Tote Teilstücke werden bis zum ersten Knospenansatz zurückgenommen. Nach diesem ersten Schritt bekommt man einen guten Überblick über den tatsächlich noch vorhandenen Pflanzenaufbau.

Teil zwei: Beherzt zurücknehmen

Schwerer fällt dem Gärtnerherz meist der zweite Teil: Nun müssen auch frische Triebe eingekürzt werden. Zunächst sollten diejenigen Triebe zurückgenommen werden, die lang aus dem sonst kompakten Pflanzenkörper herausragen. Schneiden Sie sie so weit zurück, dass sie mit den übrigen Trieben gleichauf sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach werden alle frischen Triebe auch noch eingekürzt auf etwa drei Blattpaare bzw. auf eine zum Busch passende Länge. Aus den Blattachseln unterhalb dieser „Bruchstellen“ verzweigen sich die Triebe in den nächsten Wochen neu, so dass die Hortensie wunderbar dicht wächst und im Herbst viele gesunde Triebe für einen üppigen neuen Blütenansatz hat. Versuchen Sie, wirklich alle frischen Triebspitzen zu erwischen, auch wenn einige ihnen sehr klein vorkommen. Sonst besteht die Gefahr, dass diese Triebe plötzlich doch einen heftigen Wachstumsschub bekommen, dann wieder aus den übrigen Trieben unharmonisch hinausragen und auch instabil bleiben.

 

Das Endergebnis: Bereit für frisches Wachstum

Nach dem Schnitt ist unsere „Mont St. Jean“ um gut ein Drittel „geschrumpft“ – aber nun sind die Triebe alle recht gleichmäßig hoch und die Pflanze ist bereit für neues Wachstum und viele Blüten im nächsten Jahr.

Viel Erfolg für den Juni wünscht

Ihre Hortensia

 

 

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April: Tote Äste sind oft doch nicht tot

Bei Hortensien nicht so früh zur Schere greifen. Oft treibt später noch aus, was tot aussah.

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht...

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht…

„Meine Bauernhortensie hat den Winter nicht überstanden, lauter tote Äste – ich habe sie erst mal kräftig zurückgeschnitten.“ Wer diesen Satz schon mal gesagt hat, den müssen wir leider jetzt ein wenig erschrecken. Denn vermutlich habt ihr zu früh zur Schere gegriffen und eure Hortensie unnötig heruntergeschnitten.

Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) verlangen von ihren Besitzern mitunter etwas, was im Frühling besonders schwer fällt: Geduld. Denn einige Sorten treiben erst sehr spät aus und sehen im Vergleich zu anderen Sorten, die direkt daneben stehen, dann Weiterlesen

Februar: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für Februar.

  • Hortensien noch nicht schneiden
  • Winterschutz an warmen Tagen lüften
  • Staunässe im Beet abhelfen
  • Schädlinge im Winterquartier – was tun?
  • Ab Monatsende dürfen Zimmerhortensien einziehen

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich bereits in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Februar: Hortensien richtig schneiden

Hortensien wollen geschnitten werden – wann und wie erkläre ich hier.

Sobald die ersten milden Tage des Jahres sich ankündigen, kribbelt es Hortensienbesitzern meist in den Scheren. Aufräumen steht auf dem Programm. Man möchte, dass es losgeht im Garten. Doch man liest so viel Verschiedenes über das Schneiden von Hortensien – wann mache ich es denn nun? Und wie weit schneidet man sie herunter? Hier kommen die Antworten.

Die Antwort auf diese Fragen ist: Es kommt auf die Klimaregion an, in der man wohnt, und auf die Hortensiensorten, die man hat. Wir schauen uns das einmal näher an.

Wann kann ich schneiden?
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