Jetzt bin ich Buchautorin

Fachbuch „Faszination Hortensien“ jetzt neu im Handel.

– Faszination Hortensien – hier das Cover. BLV-Verlag, 112 Seiten. ISBN 978-3835416734. –

Endlich ist es spruchreif, weil erschienen: Ich bin unter die Buchautoren gegangen. Das neue Endverbraucher-Fachbuch „Faszination Hortensien“ ist ab sofort im Buchhandel für 18 Euro vorzubestellen, ab 9. Juni wird es ausgeliefert. Ich freu mir ein Loch in den Bauch!

Im Herbst vergangenen Jahres kam plötzlich bei mir eine E-Mail an vom bekannten BLV-Verlag. Sie suchten nach einem Autor für ein neues Fachbuch für Hortensien und ob ich dazu Lust habe, schrieb mir die zuständige Lektorin. Ich war ehrlich baff, dass man mich dafür haben wollte, mir das fachlich wie schreiberisch zutraute. Ich habe zwar schon unzählige Zeitungsartikel geschrieben als Journalistin, aber ein Buch ist dann doch eine ganz andere Sache. Natürlich sagte ich zu, so etwas sagt man doch nicht ab! Zumal sich schnell zeigte, dass die zuständige Lektorin und ich auf einer Welle schwammen. Mein Inhaltsvorschlag wurde sofort akzeptiert. Und dann begann eine großartige Zusammenarbeit, Vorschläge und Ergänzungen gingen hin und her – und es passte einfach und machte unendlich Spaß. Ein großes Dankeschön dafür von mir nach München!

Recherchehelfer

Und vor allem auch ein großes Dankeschön an meinen „Fachlehrer“ in Sachen Hortensien, bei dem ich seit nunmehr fast 10 Jahren quasi in der Lehre bin: meinen Ehemann Andreas Pellens. Ich komm ja ursprünglich beruflich gar nicht aus dem gärtnerischen, sondern wie gesagt aus dem Journalismus. Alles, was ich mittlerweile über Hortensien weiß, weiß ich von ihm. Und von meinem Schwiegervater Hans-Gerd Pellens. Außerdem haben bei der Recherche für das Buch noch weitere Hortensien-Fachleute aus dem Landesverband Gartenbau und dem praktischen Gartenbau geholfen, insbesondere bei der Sortenrecherche – denn natürlich kommen nicht nur Sorten vor, die wir selbst kultivieren. Dies ist schließlich kein Werbebuch für uns, sondern ein umfassendes Fachbuch über alle Aspekte der Hortensien.

Der Inhalt

– Ein Blick ins Buch: Mit tollen Fotos und prägnanten Beschreibungen werden die besten Sorten für jeden Gartenstil vorgestellt. –

Nun bin ich gespannt, ob das Buch auch bei Euch und Ihnen da draußen gut ankommt. Ich bin, muss ich zugeben, etwas nervös, ob alles so ankommt, wie es gedacht war. Das Buch dreht sich ganz um die Gestaltungspraxis. Die Grundfrage war: Was kann ich eigentlich so alles mit Hortensien machen? Ich gebe Gestaltungstipps für Zimmer, Balkon, Terrasse, kleine Beete und große Gärten. Außerdem stelle ich aktuelle Gartenstile wie den „Romantischen Vintage“ oder den „New German Style“ vor und zeige, wie sie mit Hortensien umgesetzt werden können. Dazu gibt es Porträts der besten Hortensiensorten für den jeweiligen Standort oder Stil. Und schließlich gibt es alle wichtigen Pflege-Basics von Pflanzung über Düngung bis zu Schnitt und Winterschutz.

Also dann: Ich hoffe, das Buch gefällt Euch und Ihnen. Über Rückmeldungen würde ich mich sehr freuen.

Viele Grüße – Vivian Pellens

 

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Erste Neuaustriebe nach dem Frost

Nach bangen zwei Wochen habe ich heute Erfreuliches in unserem Sortengarten entdeckt.

Viele der durch den Frost geschädigten Hortensien zeigen jetzt kleine Neuaustriebe. Sogar in den Kronen der komplett braunen Samthortensien konnte ich kleine hellgrüne Neuaustriebe entdecken.

Es machte heute endlich mal wieder Spaß, mit der Kamera durch unseren Sortengarten zu gehen. Ok, der lang ersehnte Regen hat in den letzten beiden Tagen leider auch den unerwünschten Wildkräutern einen Wachstumsschub beschert. Aber mein Blick ging locker darüber hinweg, nachdem ich die ersten kleinen Neuaustriebe an unseren Hortensien entdeckt hatte. Je länger ich hinschaute, je mehr frisches Grün fand ich zwischen den verfrorenen, matschig-braun herunterhängenden Blättern. Besonders geschädigt wurden bei uns die nun einmal Spätfrost-empfindlicheren Austriebe der Macrophylla- und Aspera-Hortensien, während die Eichblättrigen (H. quercifolia), Rispen- (H. paniculata)  und Waldhortensien (H. arborescens) dem Frost ganz gut getrotzt hatten.  An fast allen der geschädigten Pflanzen habe ich nun Neuaustriebe entdeckt.

Jetzt zeigt sich auch, warum ich geraten hatte, die Hortensien noch nicht zurückzuschneiden, auch wenn sie noch so traurig dreinblickten: Auch an den oberen Triebspitzen haben sich noch neue Blattknospen gebildet.  Und bei denen, die jetzt noch ohne Neutriebe dastehen, werde ich vorläufig ebenfalls noch nicht die Schere ansetzen. Bis etwa Mitte Mai warte ich damit auf jeden Fall noch. Erst wenn dann tatsächlich nichts mehr nachkommt, kürze ich die trockenen Enden ein.

Für euch und Sie dürfte hingegen nun die Frage nicht unwichtig sein: Wie sieht es mit Blüten für den Sommer aus? Dazu kann ich leider nur sagen: Erwarten wir besser nicht zu viel. Bei Rispen- und Waldhortensien, die im Frühjahr am neuen Austrieb Blüten bilden, dürfte es wenig  Probleme geben. Bei den anderen Arten aber, die ihre Blütenknospen schon im letzten Herbst für diesen Sommer angelegt hatten, erwarte ich hohe Ausfälle.

Aber trösten wir uns: Wir sprechen da von einem Jahr. Im nächsten Sommer sieht es bestimmt schon wieder ganz anders aus. Jedenfalls gibt es nach unseren Erfahrungen alle paar Jahre so ein schlechtes Hortensienjahr. Und für mich persönlich hatte das Überleben der Pflanzen sowieso oberste Priorität, immerhin haben wir auch schwer erhältliche Sorten im Garten. Von daher: Es hätte schlimmer kommen können!

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Schritt für Schritt nach draußen

Hortensien besser nicht von jetzt auf gleich nach draußen stellen.

Schon ab März sind blühende Hortensien im Handel und bei den ersten Sonnentagen würde man sie auch gerne schon für die Frühjahrsdekoration auf dem Balkon oder im Vorgarten nutzen. Doch halt – auch wenn Hortensien „winterhart“ sind und bei uns draußen wachsen – blühend gekaufte Hortensien kann man nicht so einfach ins Freiland stellen. Weiterlesen

Im Winter das Gießen nicht vergessen

Auch im Winter kann es nötig sein, die Hortensien draußen oder im Winterquartier zu gießen. Warum und wie viel, darum geht es diesmal.

Warum auch jetzt gießen?

Hortensien sind Gehölze und verlieren im Winter dementsprechend ihre Blätter. Aber die Verdunstung von Wasser hört nicht komplett auf. Deshalb müssen Hortensien auch während der dunklen Monate immer etwas neues Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Im Beet ist das meistens kein Problem, da ist im Winter in der Regel eher zu viel als zu wenig Feuchtigkeit vorhanden (zur Ausnahme Jungpflanzen siehe nächster Abschnitt). Aber im Kübel trocknet die Erde leicht aus. Besonders, wenn sie zusammengerückt in geschützten Ecken stehen, zum Schutz umwickelt wurden und natürlich wenn sie überdacht stehen. Dann also, wenn sie nur wenig bis gar kein Regenwasser erreicht.

Vorsicht bei Töpfen und Jungpflanzen im Beet

Tatsächlich ist es so, dass Hortensien im deutschsprachigen Raum draußen sogar eher verdursten als erfrieren. Viele Sorten sind bis -15 Grad, manche bis -25 Grad winterhart. Und sogar wenn die Wurzeln selbst mal einfrieren, macht das wenig. Ein Problem ist vielmehr, dass aus gefrorener Erde natürlich kein Wasser aufgenommen werden kann. Dauert die Frostzeit dann zu lange, verdurstet die Hortensie. Wie schnell das geht, hängt von der Größe der Hortensie sowie der Außentemperatur und somit der Verdunstungsrate ab. Hortensien im Beet haben meist keine Probleme, weil ihre Wurzeln bis unter die Frostzone in den Boden reichen und dort Wasser aufnehmen können. Noch junge Hortensien im Beet, die noch keine tiefen Wurzeln bilden konnten, können hier schon eher gefährdet sein. Und natürlich Hortensien im Kübel, wenn der gesamte Kübel durchfriert.

Bei Tauwetter gießen

Von daher sollten Hortensien auch im Winter im Auge behalten und bei Bedarf immer mal wieder gegossen werden. Besonders macht das natürlich bei frostfreiem Wetter Sinn. Liegt Schnee auf der Hortensie, dürfte auf jeden Fall genug Feuchtigkeit in der Erde vorhanden sein. Befürchten Sie hingegen in schneelosen Zeiten, dass nur die Kübeloberfläche gefroren ist, weiter innen aber die Erde zu trocken sein könnte, versuchen Sie mit warmem (nicht heißem) Wasser, bis zu den Wurzeln durchzukommen.

Aber Vorsicht: Keine anhaltende (Stau-)Nässe verursachen. Faulende Wurzeln brauchen wir ja nun auch nicht.

Richtig Düngen: Ab Sommer weniger Stickstoff

HerbstHortensieRot

Im Spätsommer verändern sich nicht nur die Blüten der Hortensien. Sie brauchen jetzt auch weniger Stickstoff.

Im Spätsommer ändern Hortensien ihre Lebensweise. Stand bisher Wachstum und Blüte im Vordergrund, geht es nun um die Vorbereitung auf den Winter. Dafür benötigt die Pflanze auch andere Nährstoffe. Deshalb muss ab Mitte August die Zusammensetzung des Düngers verändert werden.

Was für den Menschen das Brot, sind für die Pflanze Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium. Sie kommen natürlich im Boden vor, jedoch nicht immer in der Menge, wie die Pflanze sie benötigt. Also düngt der Gärtner entsprechend, abgestimmt auf die Bodenzusammensetzung – und vor allem auch den Bedarf der Pflanze. Denn wie beim Menschen ist ein „zu viel“ auch für die Pflanze ungesund. Weiterlesen

Tote Äste, ab damit – oder besser nicht?

Bei Hortensien nicht so früh zur Schere greifen

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht...

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht…

„Meine Bauernhortensie hat den Winter nicht überstanden, lauter tote Äste – ich habe sie erst mal kräftig zurückgeschnitten.“ Wer diesen Satz für sich unterschreiben kann, den müssen wir leider jetzt ein wenig erschrecken. Denn vermutlich habt ihr zu früh zur Schere gegriffen und eure Hortensie unnötig heruntergeschnitten.

Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) verlangen von ihren Besitzern mitunter etwas, was im Frühling besonders schwer fällt: Geduld. Denn einige Sorten treiben erst sehr spät aus Weiterlesen

Wie halte ich Zimmer-Hortensien? Unsere 6 Tipps machen den Unterschied

Unter Blumenfreunden wird viel diskutiert, ob Hortensien als Zimmerpflanzen zu empfehlen sind, oder nicht. Wir geben Tipps, wie sich die Gehölze auch auf der Fensterbank wohl fühlen – und warum man sie am besten erst ab Ende Februar dort hinstellt.

Zimmer-Hortensien bringen frische Farbe ins Haus.

Zimmer-Hortensien bringen frische Farbe ins Haus.

 

„Bei mir bekommen Hortensien im Zimmer immer Schädlinge. Sie gehören nicht ins Haus“ – sagt der eine. „Ich möchte meine Zimmer-Hortensien nicht missen, sie bringen endlich wieder Farbe in meine Wohnung und halten sich prima“ – sagt der andere. Und beide haben auf ihre Weise ja auch Recht. Weiterlesen

PH-Wert, Alaun & Co – so stimmt die Chemie

Wer sich mit Hortensien beschäftigt, stolpert unweigerlich irgendwann über die Begriffe pH-Wert, Hortensienblau, Eisen und ähnliches. Man muss sich damit nicht auskennen, um Hortensien erfolgreich großzuziehen. Aber es hilft ungemein. Für diejenigen also, die gerne mehr über die „Chemie der Hortensien“ wissen möchten, ist dieser Beitrag gedacht.

1. Der pH-Wert
Eine der ersten Informationen, die man über Hortensien bekommt, ist: Sie mögen „sauren“ Boden. Und schon kommt der pH-Wert ins Spiel. Er drückt den Säuregehalt des Bodens aus. Oder wissenschaftlich definiert: Der pH-Wert stellt das Verhältnis von Säuren und ihrem Gegenteil, den Basen, in einem Medium dar. Je niedriger die als Wert angegebene Zahl, je saurer ist das Medium. Zum Beispiel der Boden oder die Blumenerde. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Pflege

Sicher durch den kalten Winter

Das Jahr neigt sich dem Ende, die Nächte werden kälter. Jetzt wird häufig die Frage an uns herangetragen, wie Hortensien im Beet oder im Kübel am besten durch den Winter kommen. Wir können Entwarnung geben: Hortensien sind sehr kälteresistent und das Überwintern keine Zauberei.

1. Hortensien im Beet

Gut eingewachsene Hortensien im Beet vertragen auch mehrere Grad minus. Foto: Günther Schad, pixelio

Gut eingewachsene Hortensien im Beet vertragen auch mehrere Grad minus. Foto: Günther Schad, pixelio

Sind Hortensien – gleich welcher Art – bereits gut im Beet eingewachsen, brauchen sie in Mitteleuropa den Winter über in der Regel gar keine Pflege und auch keinen Winterschutz. Hortensien vertragen Frost bis etwa -10 Grad Celsius grundsätzlich problemlos. Nur einige wenige ausgefallenere Sorten sind empfindlicher (siehe unter Punkt 3). Und bei länger anhaltenden Minusgraden ohne schützende Schneedecke oder an windreichen Standorten kann ein Winterschutz im Beet Sinn machen, um das Erfrieren einzelner Partien der Pflanze zu verhindern. Weiterlesen

Der goldene Schnitt

Hortensien wollen geschnitten werden – wann und wie erklären wir hier.

Wenn uns im März die ersten Frühlingstage in den Garten locken, kribbelt es Hortensienbesitzern meist sofort in den Scheren. Aufräumen steht auf dem Programm – doch kann ich Hortensien in Beet und Kübel jetzt schon schneiden? Und schneide ich sie ganz herunter oder nur die Spitzen? Man liest ja im Internet von beidem. Weiterlesen