August: Das steht jetzt an

Hortensienpflege und Deko-Ideen – hier die Stichpunkte für August.

  • Ab jetzt beim Düngen weniger Stickstoff geben, damit die Hortensien sich auf den Winter vorbereiten können.
  • Vergrünte Blüten können getrocknet werden, um Kränze und andere Dekorationen daraus zu machen.
  • Verblühtes nicht generell abschneiden – alte Blüten dienen als Winterschutz und jeder Schnitt kann Angriffsfläche für Pilze und Bakterien sein.
  • Weiterhin regelmäßig entsprechend der Witterung gießen.

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich bereits in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Juli: Ganz schön teuer? Warum Hortensien kosten, was sie kosten.

Manchmal hat man Glück und kann Hortensien unter 10 Euro kaufen, die meisten liegen aber weit darüber. „Ganz schön teuer“, sagt sich da mancher Pflanzenfreund. Damit ihr einschätzen könnt, ob der Preis gerechtfertigt ist, möchte ich euch heute vorstellen, welchen Aufwand es bedeutet, eine schöne Hortensie heranzuziehen.

450 Tage Pflege – Teil 1: Stecklinge

Die Geburt einer Hortensie im Gartenbau beginnt im Frühjahr oder Sommer. Dann werden von so genannten Mutterpflanzen Stecklinge geschnitten und im Gewächshaus bewurzelt. Dabei müssen von Hand die guten Triebe einzeln geschnitten, zwischengelagert und später in Erde gesteckt werden. Und weil wir da allein in Deutschland von einigen Millionen Hortensienstecklingen jedes Jahr sprechen, kann man sich vorstellen, dass da ein paar Leutchen ein paar Stündchen mit beschäftigt sind.

In den nächsten Wochen werden die Stecklinge bewurzelt. Und dabei natürlich immer wieder hervorgeholt, genau angeschaut, bei Bedarf gewässert, vor Schädlingen geschützt… In dieser ersten Phase ist jedes einzelne Hortensienbaby bereits um die zehnmal „angefasst“ worden.

Teil 2: Sechs Wochen Topfen

Im Mai, nach den Eisheiligen, werden die nun bewurzelten Jungpflanzen als nächstes in größere Töpfe getopft und auf die Felder gebracht. Das macht aber nicht unbedingt derselbe Betrieb, der auch die Mutterpflanzen hält und die Stecklinge bewurzelt. Weil die Arbeitsschritte sehr unterschiedlich sind, spezialisieren sich Betriebe auf das eine (Jungpflanzenproduktion) oder andere (Weiterkultur). Das gilt übrigens für viele Pflanzen, nicht nur für Hortensien. Mit anderen Worten: Die fertigen Jungpflanzen werden zunächst verpackt (Anfassen Nr. 11), per LKW transportiert, abgeladen (Anfassen 12) und zwischengelagert, bis sie beim Topfen an der Reihe sind.

Das Topfen muss zügig gehen, damit die Hortensien genug Zeit zum Wachsen haben. Dementsprechend viele Personen braucht dieser Arbeitsschritt. Als Beispiel: In einem Hortensienbetrieb am Niederrhein, der rund 1,2 Millionen Hortensien pro Jahr produziert, sind etwa 20 Mitarbeiter komplette sechs Wochen in Vollzeit beim Topfen in Aktion. Zwei große Topfmaschinen werden dafür aufgebaut. Die Maschinen müssen mit Material bestückt, natürlich die Stecklinge eingetopft, die Pflanzen dann verladen, aufs Feld gefahren und dort wieder abgeladen werden. Haben Sie mitgezählt? Wir sind inzwischen bei etwa 17 Mal „Anfassen“ jeder einzelnen Pflanze.

Teil 3: Feldarbeiten

Es wird Mitte Juni, bis alle Baby-Hortensien auf dem Feld angekommen sind. Nun geht es mit der Pflege weiter: Täglich sind die leitenden Angestellten unterwegs, um für die ausreichende Bewässerung zu sorgen. Es muss individuell gedüngt und die blauen Hortensien wollen gebläut werden. Andere Mitarbeiter zupfen wochenlang immer wieder Unkraut – wie gesagt, wir sprechen von Millionen von Töpfen da draußen!

Drei Mal werden die Hortensien auf dem Feld außerdem gestutzt. Mit einer Stutzmaschine geht es immerhin halbmaschinell. Aber viel muss auch noch von Hand nachgestutzt werden – mit Zeigefinger- und Daumennagel werden lange Triebe gekürzt, damit die Hortensien sich verzweigen. Haben die Hortensien eine bestimmte Größe erreicht, müssen sie noch „gerückt“ werden, also ein Stück weiter auseinandergestellt. Zunächst stellte man sie nämlich so eng wie möglich, damit beim Gießen nicht zu viel Wasser ungenutzt zwischen die Töpfe fällt.

Kurze Berechnung: Wenn man das Wässern und Düngen mal außer Acht lässt, wurde Jede Pflanze am Ende des Sommers bereits etwa 21 Mal „angefasst“.

Teil 4: Von wegen Winterschlaf

Ab Mitte September wird es Zeit, sich auf den Winter vorzubereiten. Damit die Hortensienblüten nicht durch Frost zerstört werden können, werden nun alle Hortensien wieder zurück nach drinnen geräumt. Wir spulen also quasi das Topfen rückwärts: Auf dem Feld wird jede Hortensie in eine Palette gestellt, in den Paletten auf Pflanzenkarren, die Karren werden mit dem Traktor in Kühl- oder Gewächshäuser gebracht und dort ordentlich aufgereiht. Summe des „Anfassens“ pro Pflanze: Wir sind bei 24 Mal.

Die Hortensien sind aber die einzigen, die sich während des Winters ausruhen können – die Gärtner haben weiterhin alle Hände voll zu tun. Die Hortensien müssen auch im Winter regelmäßig bei Bedarf gegossen und auf Pilzschäden hin beobachtet werden. Außerdem werden die Hortensien ab November geputzt. Das heißt: Sie werden aus dem Lager geholt, einzeln von den inzwischen matschigen Blättern befreit, damit nichts schimmeln kann. Dann werden sie zurück ins Lager verbracht. Unser Zähler steigt auf 27.

Teil 5: Weiterverkauf

Schon ab November geht die Reise für viele Hortensien weiter. Man nennt die blattfreien Pflanzen nun „Rohware“ und auch diese wird schon verkauft. Also heißt das für die Mitarbeiter: Karren aus der Kühlung holen, bestellte Anzahl der Pflanzen pro Sorte heraussuchen, auf Transportkarren passend zur Bestellung zusammenstellen, in Seecontainer oder auf LKW verladen. Wo stehen wir? – Ich bin bei 30 Mal Anfassen jeder Pflanze. Wer möchte, kann das mal mit den 1,2 Millionen multiplizieren, die ich als Beispiel für einen Hortensienbetrieb oben genannt hatte.

Teil 6: Zum Blühen bringen

Nun sind die Pflanzen dann in einem weiteren Gartenbaubetrieb angekommen und werden dort zur blühenden Pflanze herangezogen. Die Handgriffe im Kurzdurchlauf: Abladen, verfahren in die Treibhäuser oder aufs Feld, eventuell wird nochmals in größere Töpfe umgetopft, aufstellen der Pflanzen. Gießen, auf Schädlinge prüfen und wo nötig Gegenmaßnahmen durchführen, Unkraut entfernen. Nach rund zwölf Wochen blüht die Hortensie. Sie wird herangeholt, bei Zimmerhortensien werden Stäbe an den Trieben angebracht, damit sie nicht knicken beim Weitertransport – und jetzt endlich kann die Hortensie in den Verkaufsbereich gebracht und vom Kunden gekauft werden. Oft ist es auch ein vierter Betrieb, etwa ein Blumengeschäft, der die Pflanzen kauft und bei sich aufstellt.

Es ist inzwischen irgendwas zwischen März und August des folgenden Jahres und ich überschlage nochmal: Die ganze Produktion einer Hortensie in mittlerer Größe dauert etwa anderthalb Jahre. Bis zu drei verschiedene Gartenbaubetriebe und einem Verkaufsbetrieb sind daran beteiligt und jede Pflanze wird locker 40 Mal wortwörtlich gemeint „angefasst“ – das tägliche Begutachten und Gießen gar nicht mal mitgezählt. Die größeren Hortensien, die im 15- oder gar 25-Liter-Kübel verkauft werden, sind sogar drei bis vier Jahre im Betrieb, werden also 120 bis 160 mal gehandhabt.

Jetzt ist es an Euch, zu entscheiden, ob eine Hortensie mit 20 Euro teuer ist oder nicht.

Viel Freude mit euren Pflanzen wünscht

Eure Hortensia

Juli: Die beste Zeit – oder auch nicht…

Wenn nicht so viel blüht, hilft der „Tunnelblick“.

Viele Hortensien sind zurückgefroren und kämpfen nun mit den Wildkräutern.

Jetzt, genau jetzt ist für Hortensienfreunde die schönste Zeit des Jahres. Es ist Hauptblütezeit unserer Lieblingspflanzen – oder eben leider auch nicht. Manchmal klappt es einfach nicht mit der Blütenpracht. Da hat der Spätfrost womöglich einigen Bauernhortensien die Blüten oder gar ganze Triebe gekostet. Da fehlte Regen oder es kamen Schädlinge dazwischen. Manchmal ist einfach „der Wurm drin“.

Ich bin durchaus ebenfalls immer mal wieder frustriert, wenn ich durch meine Hortensienbeete schaue. Mal blühen die Rispen- und Wald-Hortensien zwar üppig, aber die bunten Farben der Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), die ich so besonders liebe, fehlen einfach überall. Dann wieder bekommen die Waldhortensien lauter braune Blätter und stehen völlig gerupft da. Oder einzelne Lieblingssorten dümpeln plötzlich nur vor sich hin, ohne dass man recht weiß, warum überhaupt. Wo sie doch im Vorjahr noch so üppig blühten…

Im „Tunnelblick“ – na, geht doch!

Wo Hortensien ausfallen, entstehen zudem meist große Lücken in der Bepflanzung. Und diesen Raum nehmen natürlich direkt die Wildkräuter in Beschlag. In meinem Naturgarten-Teil gibt es Ecken, da dürfen diese gerne wachsen. Aber bitte nicht in meinem formellen Spiegelbeet oder im Asia-Bereich – das passt mir einfach nicht ins Konzept. Da machen die Ausfälle bei den Hortensien ganz schön viel Arbeit.

Was hilft in solchen Momenten, ist ein „Tunnelblick“. Einfach mal nicht vergleichen mit der Blütenfülle der Vorjahre, sondern gezielt den Blick auf  jene Blüten lenken, die uns unsere Hortensien in diesem Jahr eben schenken (können). Man kann sich im Jammern eingraben – oder positiv Denken und sich darüber freuen, dass man überhaupt einen Garten hat. Ich bin grundsätzlich für Zweiteres, und meistens gelingt es nach dem ersten Schreck doch auch. Also lautet der Plan: Erst ein bisschen Jammern – und dann mitten hinein zwischen die Pflanzen und den Sommer genießen. Wenn es sein muss, auch mit Regenjacke und „Tunnelblick“.

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Juli: Wasser sparen an Hortensien

Hortensien brauchen im Vergleich zu anderen Sträuchern viel Wasser, daran ist grundsätzlich nichts zu ändern. Dennoch kann man auch bei ihnen Wasser einsparen. Wir erklären, wie.

Gießkanne Hortensie Gießen HitzeDer hohe Wasserverbrauch von Hortensien erklärt sich daraus, dass sie ursprünglich aus Gebieten mit eher hoher Luftfeuchte und frischem Boden stammen und sich daran angepasst haben. Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) zum Beispiel stammen aus Asien, Rispenhortensien (Hydrangea paniculata) und Waldhortensien (Hydrangea arborescens) aus Nordamerika und kamen vor allem in regenreichten Regionen an halbschattigen Wälderändern vor. Daher konnten es sich die Pflanzen leisten, großes Blattwerk und große Blüten auszubilden, deren Oberfläche viel Feuchtigkeit verdunstet. Diese hohe Verdunstungsrate muss nun auch bei uns im Garten ausgeglichen werden – duch ausreichende Wassergaben.

Diese hohe Verdunstungsrage ist also „schuld“, dass Hortensien bei uns im Garten so viel Wasser benötigen. Im Umkehrschluss heißt das: Wer Wasser einsparen möchte, muss die Verdunstungsrate reduzieren. Dafür gibt es drei Möglichkeiten.

Tipp eins: Den Standort optimieren

Hortensien Garten

Im Halbschatten unter Bäumen gedeihen Hortensien prächtig.

Nicht umsonst predigen Fachleute zu allen Hortensien: Pflanzt sie in den Halbschatten. Ja, es gibt Sorten, die auch mit mehr Sonne zurecht kommen. Vor allem die Rispenhortensien und Waldhortensien sind dafür bekannt. Nichts desto trotz muss einem klar sein: Auch Rispen- und Waldhortensien wuchsen, wie gesagt, ursprünglich am Waldrand im Halbschatten, und dies ist daher der beste Standort. Der Knackpunkt: Je sonniger die Hortensien stehen, um so mehr wird die Verdunstung angekurbelt und entsprechend mehr Wasser benötigen sie.  Das ist vergleichbar mit dem Schwitzen von uns Menschen. Und Hitze sowie Sonneneinstrahlung ist auch immer ein Stressfaktor für Hortensien. Noch mal der Vergleich zum Menschen: Wir bekommen auch bei 30 Grad Celsius und acht Stunden Sonne vielleicht keinen Sonnenbrand, wenn wir an die Sonne gewöhnt sind und genug zu Trinken bekommen, aber ohne Kopfbedeckung womöglich einen Sonnenstich. Und wer Arbeiten muss, tut das doch lieber bei 25 Grad, das ist die „optimalere Betriebstemperatur“ für uns Menschen.

Fazit: Je sonniger eine Hortensie steht, um so mehr Wasser braucht sie wegen der Verdunstung. Wer hier Wasser sparen möchte, sollte seine Hortensien Halbschatten gönnen und sie nicht der Mittagshitze aussetzen. Wobei „Halbschatten“ übrigens heißt, dass der Standort mindestens die Hälfte des Tages beschattet ist, die übrige Zeit kann er durchaus vollsonnig sein.

Tipp zwei: Beet statt Kübel

Hydrangea Candybelle Marshmallow

Wächst im Topf bestens, braucht aber dort mehr Wasser: Hydrangea arborescens Candybelle ‚Marshmallow‘

Hortensien kann man sehr gut in Töpfen oder größeren Kübeln halten, wenn man die Nährstoffversorgung durch passende Düngergaben gewährleistet. Wenn wir vom Wasserverbrauch sprechen, ist das Beet allerdings der bessere Standort. Der Kübel bietet einerseits weit mehr Angriffsfläche für Sonne und Wärme und heizt sich daher mehr auf, was die Wasserverdunstung steigen lässt. Auch das Material des Topfes spielt dabei eine Rolle: Metall heizt sich mehr auf als Kunststoff, dunkleres Material schneller als helles.

Außerdem wachsen die Wurzeln im Topf viel dichter ineinander, da sie ja nur beschränkten Raum haben und sich nicht, wie im Beet, ausbreiten können wie sie möchten. Die Wurzeln verdrängen so nach und nach die Erde im Topf und so fehlt diese Erde als Wasserspeicher. Heißt: Ein Quadratmeter Wurzelbereich im Topf kann viel weniger Wasser aufnehmen als dieselbe Fläche im Beet. Gießwasser fließt schneller weg, es muss häufiger gegossen werden. Etwas Abhilfe kann hier eine Mulchschicht bringen, die die Feuchte nach oben nicht so schnell weg lässt. Und natürlich – siehe oben – ein Standort im Halbschatten, so dass der Topf insgesamt nicht so heiß wird.

Tipp drei: Morgens oder abends gießen

Dass man besser zu den kühleren Tageszeiten gießt, ist inzwischen natürlich bekannt, soll hier aber der Vollständigkeit halber noch erwähnt werden. Je kühler es ist, je weniger Wasser verdunstet ungenutzt. Wer mit Schlauch oder Gießkanne arbeitet, kann außerdem direkt auf das Erdreich gießen, besser nicht über die Blätter, denn da bringt das Wasser ja nichts und verdunstet nur.

Einen prächtigen Hortensiensommer wünscht

Ihre Hortensia

Juli: Das steht jetzt an

Pflege, Deko-Ideen und Infos rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für Juli.

  • Hortensien nochmal mit Brennnesseln stärken (siehe Text von April)
  • Wasser sparen an Hortensien
  • Info: Warum Hortensien kosten, was sie kosten

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Juni: Hitzewelle – so tun Sie Ihren Hortensien Gutes

Viele von Ihnen werden an besonders heißen Tagen beobachten, dass trotz gut feuchter Erde die Hortensien tagsüber „schlappen“. Zu Recht sorgen Sie sich in solchen sommerlichen Hitzephasen um Ihre Schützlinge. Denn hohe Temperaturen sind purer Stress für alle Arten, selbst für die Sonnenliebhaber wie Rispen- und Waldhortensien. Das hat mit der Wasserversorgung zu tun. Deshalb möchte ich Ihnen ein paar Infos an die Hand geben, was Sie Ihren Hortensien bei Hitze Gutes tun können.

Hitze Hortensie Tipp

Die Erde ist feucht aber oben schlappts? Die Verdunstung ist schuld.

Hitze – warum eigentlich ist sie ein solches Problem, selbst wenn man regelmäßig und richtig gießt? Und warum passiert das bei uns so gerne, während Hortensien in viel wärmeren Regionen das nicht haben? Das hat einen simplen Grund:

In unseren Breiten sind die Hortensien meist einfach nicht an diese „Durststrecken“ gewöhnt. Sie sind in unseren humosen Böden gut mit Stickstoff versorgt und bilden dann in den frischen Frühjahrszeiten viele große Blätter aus. Der Boden in südlichen Europa ist meist sandiger und der Sommer startet früher, daran haben sich die dortigen Hortensien mit teils kleineren und härteren Blattzellen gut angepasst. Bei uns aber kommen erst im Weiterlesen

Juni: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für Juni.

  • Der Sommerschnitt
  • Hitzewelle? So tun Sie Ihren Hortensien Gutes
  • Hortensien-Namen verstehen

Ausführliche Texte zu den genannten Themen finden sich bereits in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

Mai: Das steht jetzt an

Pflege und Deko-Ideen rund um die Hortensie – hier die Stichpunkte für Mai.

  • Insektenfreundliche Hortensiensorten
  • Jetzt darf gepflanzt werden – so geht es
  • Ab 15. Mai: Vorgetriebene dürfen endlich nach draußen
  • Mit Hortensien eine bunte Terrasse gestalten

Ausführliche Texte zu diesen Themen finden sich bereits in den Beiträgen oder folgen noch im Laufe dieses Monats.

April: Tote Äste sind oft doch nicht tot

Bei Hortensien nicht so früh zur Schere greifen. Oft treibt später noch aus, was tot aussah.

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht...

Viel totes Geäst? Meistens doch nicht…

„Meine Bauernhortensie hat den Winter nicht überstanden, lauter tote Äste – ich habe sie erst mal kräftig zurückgeschnitten.“ Wer diesen Satz schon mal gesagt hat, den müssen wir leider jetzt ein wenig erschrecken. Denn vermutlich habt ihr zu früh zur Schere gegriffen und eure Hortensie unnötig heruntergeschnitten.

Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) verlangen von ihren Besitzern mitunter etwas, was im Frühling besonders schwer fällt: Geduld. Denn einige Sorten treiben erst sehr spät aus und sehen im Vergleich zu anderen Sorten, die direkt daneben stehen, dann wie tot aus. Das bei anderen Pflanzen erfolgreich angewendete Konzept „Ich schneid sie mal kräftig zurück, vielleicht treibt sie dann wieder durch“, wird dann ausprobiert – und versaut einem mindestens das laufende Hortensienjahr. Dann blüht die Bauernhortensie definitiv nicht. Und die kurzen Aststummel sind im nächsten Winter so anfällig, dass die Dame dann womöglich wirklich eingeht.

Tote Äste, ab damit? Besser nicht, denn bei genauerem Hinsehen...

Tote Äste, ab damit? Besser nicht, denn bei genauerem Hinsehen…

Oft kommt es auch vor, dass ein Ast völlig trocken aussieht, er es aber gar nicht ist. Dazu haben wir mal ein paar Bilder gemacht. Man sieht dort lange, von der Sonne ausgebleichte Äste – und dann ganz unerwartet in einer Astgabelung doch plötzlich wieder einen kleinen Austrieb. Vor zwei Wochen hätte man ihn noch gar nicht gesehen und den ganzen Ast gnadenlos abgeschnitten. Vollkommen unnötig und zum Schaden der Pflanze.

Hortensia_Pellens_TotOderNicht2

… treibt er in der Astgabelung doch wieder neu aus.

Fazit: Abwarten, abwarten, abwarten. Je nach Klimaregion und aktuellen Wetterverhältnissen mindestens bis Ende April, besser bis Anfang Mai, bevor man einen tiefen Rückschnitt ansetzt. Nur wenn die Blätter schon einige Zentimeter groß sind und man daher wirklich abschätzen kann, welche Triebe bis wohin sicher abgestorben sind, dürft ihr schon früher zur Schere greifen. Tote Triebspitzen sind übrigens bei Hortensien ganz normal und werden durch das Wachstum im aktuellen Jahr meist locker wieder ausgeglichen, so dass die Hortensie insgesamt weiter an Umfang zulegt.

In diesem Sinne wünschen wir Euch viel Geduld und ein tolles Hortensienjahr!

Bei Hortensien immer von den Astspitzen her nach unten überprüfen, wo der letzte Austrieb sitzt. Dann knapp darüber abschneiden.

Bei Hortensien immer von den Astspitzen her nach unten überprüfen, wo der letzte Austrieb sitzt. Dann knapp darüber abschneiden.

 

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April: Hortensien stärken mit Brennesseln

Mittel zur Pflanzenstärkung werden sogar im professionellen Gartenbau eingesetzt. Auch im Privatgarten machen sie Sinn.

Ein schöner warmer Tee ist für viele Menschen ein wunderbares Stärkungsmittel. Auch ich liebe ihn. Gegen schlechte Laune an einem Regentag, gegen winterliche Kälte, als Vorbeugung gegen Erkältungen oder als Heilmittel, wenn es im Hals kratzt oder im Bauch zwickt. Tee funktioniert, weil planzliche Inhaltsstoffe durch die Hitze gelöst werden und mit dem Wasser aufgenommen.

Brennessel

Frische Brennessel macht einen guten Tee. (Foto: Thomas Max Müller/ Pixelio)

Und das klappt nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pflanzen. Nachweislich. Es gibt zahlreiche professionelle Studien dazu, dass Pflanzenextrakte als Stärkungsmittel funktionieren. Pflanzen werden dadurch resistenter gegen Schädlinge wie zum Beispiel Pilze, wachsen stabiler und können dadurch auch „Stressituationen“, wie etwa vorübergehende Trockenheiten, Weiterlesen