Kniebeugen beim Zähneputzen

Im Winter kann uns Gartenfreunden nicht nur das schlechte Wetter auf den Senkel gehen. Auch die geringere Bewegungsbilanz sorgt für schlechte Laune. Da ist einfach dieses unbestimmte Unwohlsein, wenn man sich nicht regelmäßig im Garten mit Schaufel und Harke austoben kann – kennen Sie das auch?

Foto: Daniel Stricker, pixelio.de

Ich habe mir selbst dagegen vor ein paar Jahren ein „Mini-Alltags-Bewegungsprogramm“ verordnet. Und ich stelle fest: Was auch immer die Waage sagen mag, das gute Gefühl ist einfach da, wenigstens etwas zu tun. Mit Kleinigkeiten, die unbemerkt im Alltag Einzug finden können.

Tipp 1: Elektrische Geräte weglassen

Foto: Andreas Depping, pixelio.de

Jeder ungewohnte Handgriff, jede selbst aufgeführte Tätigkeit stimuliert Gehirn und Muskeln. Warum also nicht wieder mehr selbst in die Hand nehmen? Die Sache mit den Treppen statt des Aufzugs hört man immer wieder – also einfach auch mal machen. Statt der elektrischen Zahnbürste kann man auch eine „normale“ nehmen. Und wenn ich Pfannkuchen mache, nehme ich einen Schneebesen zum Rühren, nicht den elektrischen Mixer. Zum Möhren reiben eine Reibe, nicht die Küchenmaschine. Und schon habe ich mit diesen Kleinigkeiten – ohne Stepper oder Hanteln zu brauchen – meine Bein- bzw. Armmuskeln trainiert. Mit der Zeit merkt man auch, wie viel leichter diese Arbeiten werden, wenn die Muskeln sich aufbauen.

Tipp 2: Wartezeiten überbrücken

Wir warten ziemlich viel in unserem Leben – diese Zeit kann man sinnvoll nutzen. Lesen an der Bushaltestelle oder im Wartezimmer beim Arzt ist super – dabei zusätzlich abwechselnd die Füße kreisen lassen, die Bauchmuskeln an- und entspannen oder den Beckenboden ist aber noch viel besser. Solche Bewegungen sieht auch keiner der Mitwartenden. Im Auto an der roten Ampel kann man wunderbar mal eben den Kopf hin und her drehen zur Entspannung der Nackenmuskeln. Die Mikrowelle läuft? Eine Minute Zeit für Kniebeugen. Geht auch wunderbar beim Zähneputzen. Oder vor dem Fernseher.

Tipp 3: Putz-Tanzen

Foto: birgitH, pixelio.de

Putzen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber wenn es schon sein muss, dann mit guter, lauter Musik – und dann tanz ich halt um den Wohnzimmertisch beim Staubwischen. Auch ein Staubsauger ist ein passabler Tanzpartner. Und beim Kochen lässt sich ein kleiner Cha-Cha zwischen Herd und Kühlschrank einbauen. Hey, es geht um die gute Laune – also warum nicht? Ich sag ja, es sind Kleinigkeiten. Es geht nicht um das Super-Profi-Power-Maxi-Workout. Denn mal ehrlich: darauf hat man nach dem zweiten Mal doch sowieso meistens keine Lust mehr. Dann doch lieber Putz-Tanzen.

Eine bewegte Zeit wünsche ich!

Austreibende Knospen vor Kälte schützen

Hortensien Knospen Winter Hortensia Pellens

Mist -sie treiben schon wieder.

Mist! Es sieht schon wieder so aus, als wollte uns das Jahr 2018 genau so ärgern, wie es 2017 schon getan hat. Mit einem so warmem Januar, dass die Hortensienknospen bereits angefangen haben zu wachsen. Wenn es jetzt im Februar/März noch mal kalt wird, kann uns Hortensienfreunden das schon wieder die Blüte kosten.

Hortensie Winterschutz Hortensia Pellens

Winterschutz mit Tannenreisig

Was also tun?
Im Moment, so lange die „Wärme“ anhält, können wir gar nichts tun. Die Hortensien folgen ihrer inneren Uhr und treiben langsam aus, wenn es warm genug ist. Allenfalls kann man versuchen, sehr geschützt stehende Hortensien in Kübeln, deren Knospen noch ganz geschlossen sind, „ungeschützter“ zu stellen. Zum Beispiel in schattigere Bereiche oder mehr in den Wind. Aber wirklich nur, wenn noch nichts ausgetrieben hat. Abdecken hilft hier nicht, dadurch wird es für die Pflanzen ja eher noch wärmer.

Sobald sich aber Frost ankündigt, sollten wir, wo es geht, bereits ausgetriebene Knospen schützen. Durch Abdecken mit Vlies oder Reisig, zum Beispiel dem klein geschnittenen Tannenbaum. Und natürlich Töpfe wieder raus aus dem Wind. Also: Wetterbericht im Auge behalten. Und Daumen drücken. Mehr geht nicht … seufz.

Hortensien vor Februar? – besser nicht

Hortensia Trio Hortensie PellensSilvester ist vorüber – wo bitte, bleibt der Frühling? Zum Glück stehen in den Geschäften schon viele Zimmerpflanzen, mit denen wir uns ein frisches Zuhause zaubern oder den Schreibtisch verschönern können. Blühende Hortensien allerdings sollte man besser noch nicht kaufen, so jedenfalls ist mein Rat. Auch, wenn sie schon in den Geschäften stehen und man mit wunderschönen Bildern in der Werbung gelockt wird. Denn Hortensien, die so früh schon zum Blühen gebracht werden, halten oft auf dem Fensterbrett nicht lange.

Das liegt nicht etwa daran, dass es „schlechte Qualität“ wäre oder Hortensien im Zimmer generell nicht gut stehen. Der Grund dafür ist vielmehr Lichtmangel so früh im Jahr. Der Sonnenstand und somit die Lichtintensität sind vor Ende Februar einfach nicht ausreichend für blühende Hortensien. Die Folge ist, dass die Blüten schneller verblühen oder gar in sich zusammenfallen. Ab Ende Februar dann darf man sich auf blühende Hortensien im Zimmer freuen und sie auch bedenkenlos kaufen. Sie benötigen dann einen möglichst hellen Standort, etwa auf dem Fensterbrett, aber ohne zu große Hitzeentwicklung hinter der Fensterscheibe. Und natürlich regelmäßig Wasser.

Für draußen sind blühend gekaufte Hortensien übrigens erst ab Mai geeignet, wenn die letzten Nachtfröste vorbei sind.

Winterschutz – so geht es

Bevor ich zum Winterschutz komme, erlauben Sie mir eine kurze Voransprache… Ich muss zugeben, manche Fragen von Hortensien-Neulingen gerade im Herbst und Winter wundern mich. Ein Beispiel: „Meine Hortensie hat alle Blätter verloren, geht sie jetzt ein?“ Als Fachfrau/mann möchte man im ersten Impuls tief seufzen, denn man erwartet, dass solche Grundlagen (Hortensien sind Sträucher und verlieren daher im Herbst immer ihre Blätter) bekannt sind. ABER – das sage ich mir selbst dann auch immer wieder: Man sollte nicht hochnäsig reagieren auf diese Fragen – denn diese Menschen sind eigentlich schlau: Sie fragen! Sie sind sich bewusst, dass sie etwas nicht wissen, wollen es aber wissen. Und diese Eigenschaft der Selbstkritik, dieses realistische Selbstbild und die Neugier sind etwas Großartiges und die Basis dafür, dazuzulernen. All die Menschen, die herabschauen auf andere, die (gerne auch in Sozialen Netzwerken) blöde Kommentare abgeben statt Antworten – sie vergeben den anderen, aber auch sich selbst dadurch die Chance, dazu zu lernen.

In diesem Sinne möchte ich hier nun Antworten zum gerade aktuellen Thema nach gutem Winterschutz geben. Ich verweise dabei auf meinen noch immer aktuellen älteren Blogeintrag: „Sicher durch den kalten Winter“.

Mini-Laterne mit Hortensienblüten

Wer möchte noch schnell sein Haus mit einer Laterne schmücken, bevor Sankt Martin reitet? Unsere Mini-Laterne für Teelichter ist ruckzuck gemacht – und mit getrockneten Hortensienblüten ein besonderes Schmuckstück. Natürlich nicht nur für St. Martin, es wäre zum Beispiel auch ein schönes, persönliches Weihnachtsgeschenk.

Laterne Hortensia4U Mini Hortensien Blüten getrocknet Sankt Martin WeihnachtsgeschenkDas wird benötigt:

  • Bleistift, Lineal, Cutter (oder Schere), Kleber
  • Evtl. ein Gummiband und eine Wäscheklammer
  • Kariertes Papier oder Millimeterpapier
  • Bastelkarton in der Lieblingsfarbe
  • Transparent-Papier (hier in weiß)
  • Getrocknete Hortensienblüten
  • Evtl. Streuglitzer

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Wenn’s viel regnet, aufgepasst

Ganz schön nass wird es in den nächsten Wochen draußen werden. Viel Regen, wenig Verdunstung – Herbstzeit eben. Das geht dann nicht nur uns auf den Keks, sondern kann auch unseren eigentlich so durstigen Hortensien gehörig an die Wurzeln gehen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Bei zu viel Nässe faulen diese nämlich. Dagegen können wir Hortensien-Eltern aber durchaus etwas tun. Weiterlesen

Herbstzeit – Schneiden oder nicht?

Herbst – im Kopf beginnt der Pflanzenbesitzer mit den Vorbereitungen für den Winter. In Sachen Hortensien kommen jetzt Fragen auf wie: Schneide ich die alten Blütenstände jetzt herunter? Dünge ich noch mal? Und was kommt in Sachen Winterschutz auf mich zu? Wir möchten die drängendsten Fragen hier beantworten.

  1. Schneide ich alte Blüten jetzt ab?

    Alte Blütenstände als Winterschutz stehen lassen. Foto: Günther Schad, pixelio

    Die Antwort ist ein klares „Nein“. Natürlich kann man vergrünte Blütenstände zum Trocknen abschneiden. Aber generell sollte man die alten Blüten lieber bis zum Frühjahr auf den Hortensien belassen. Ganz besonders gilt dies für Bauernhortensien (H. macrophylla). Frost dringt nämlich immer von außen nach innen in die Pflanze ein. Man kennt es: Hortensien frieren schon mal ein paar Zentimeter herunter. Das können die paar Zentimeter „alte“ Blütenstängel sein, wenn sie stehen gelassen wurden. Oder die paar Zentimeter inklusive der neuen Knospen für das nächste Jahr, wenn man den Rest schon abgeschnitten hat. Daher: lieber erst nach dem Frost im März/April rum schneiden.

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Unsere Hortensien im ZDF

In der ZDF-Sendung „Volle Kanne“ waren am 27. Juli auch unsere Hortensien zu sehen.

Wenn der eigene Blog im Internet gelesen wird, freut man sich als Autor darüber sehr. Wenn die eigenen Hortensien aber im Fernsehn zu sehen sind, ist das einfach noch mal eine viel größere Nummer. Dementsprechend haben wir uns riesig darüber gefreut, dass der Gartenjournalist Elmar Mai in einem Hortensien-Spezial bei „Volle Kanne“ im ZDF auch unsere Pflanzen und Wasserspeichertöpfe gezeigt hat.

Zwar wurden alle Markennamen überklebt, weil ausgesprochene Werbung im seriösen Journalismus nun mal nichts verloren hat – da bin ich absolut der gleichen Meinung. Aber natürlich erkennt man so einige Bildlogos auf den Pflanztöpfen und Etiketten trotzdem wieder, wenn man sich ein wenig auskennt. Und speziell unsere Wasserspeichertöpfe wurden in der Sendung genannt und gezeigt, da sie gerade für die Urlaubszeit ideale Helfer seien. Na, da darf man wohl stolz sein.

Wer sich den Beitrag (noch) einmal ansehen möchte, findet ihn noch ein ganzes Jahr lang hier in der ZDF-Mediathek.

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Die beste Zeit – oder auch nicht…

Wenn nicht so viel blüht, hilft der „Tunnelblick“.

Viele Hortensien sind zurückgefroren und kämpfen nun mit den Wildkräutern.

Jetzt, genau jetzt ist für Hortensienfreunde die schönste Zeit des Jahres, die Hauptblütezeit unserer Lieblingspflanzen – oder eben leider auch nicht. 2017 ist kein gutes Hortensienjahr. Der Spätfrost im April hat nach dem warmen März einfach zu vielen Bauernhortensien die Blüten und auch zahlreiche Triebe gekostet.

Ich bin durchaus momentan immer ein wenig frustriert, wenn ich für Pflegearbeiten im Sortengarten in meinen Hortensienbeeten hocke. Die Rispen- und Schneeball-Hortensien blühen zwar üppig, aber die bunten Farben der Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), die ich so besonders liebe, fehlen einfach überall. Und bei zahlreichen Pflanzen zeigen abgestorbene Triebe, dass die Büsche im vorigen Jahr auch viel höher und breiter gewachsen waren.

Die bunten Blüten der Bauernhortensien fehlen einfach in diesem Jahr.

Viele Hortensien sind zurückgefroren, Lücken sind entstanden in der Bepflanzung. Und diesen Raum nehmen natürlich direkt die Wildkräuter in Beschlag. In meinem Naturgarten-Teil gibt es Ecken, da dürfen diese gerne wachsen. Aber doch bitte nicht in meinem formellen Spiegelbeet oder im Asia-Bereich – das passt einfach nicht ins Konzept. In diesem Jahr habe ich durch besagt Lücken mit diesen Beeten viel mehr Arbeit. Noch dazu bei dem „feucht“-warmen Klima, welches dieser Sommer immer wieder beschert und das dafür sorgt, dass alles schießt wie…, na, wie Unkraut halt (auch wenn ich den Begriff Wildkraut vorziehe).

Im „Tunnelblick“ – na, geht doch!

Was hilft in diesem Jahr, ist ein „Tunnelblick“. Einfach mal nicht vergleichen mit der Blütenfülle der Vorjahre, sondern gezielt den Blick auf  jene Blüten lenken, die uns unsere Hortensien in diesem Jahr eben schenken (können). Man kann sich nämlich im Jammern eingraben – oder positiv Denken und sich darüber freuen, dass man überhaupt einen Garten hat. Ich bin für Zweiteres. Erst ein bisschen Jammern also – und dann mitten hinein zwischen die Pflanzen und den Sommer genießen. Wenn es sein muss, auch mit Regenjacke und „Tunnelblick“.

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