März: Schädlinge an Zimmerhortensien – Was tun?

Im Frühjahr sind blühende Hortensien eine herrliche Dekoration für Fensterbank und Kaffeetisch. Leider machen es sich bei den warmen Temperaturen aber auch einige Schädlinge gerne breit. Zum Glück kann man vorbeugen und bei Befall oft auch umweltfreundlich gegensteuern.

Mit welchen Schädlingen muss ich rechnen?

Spinnmilben an Hortensien

Spinnmilben haben hier eine Hortensienblüte komplett mit ihrem Netz überzogen.

Die häufigsten Hortensien-Schädlinge im Zimmer sind Spinnmilben, die es in grün oder rot, (bekannt als Rote Spinne) gibt. Auch Blatt- und Schildläuse sowie Thripse können vorkommen.

Wie beuge ich Schädlingen vor?

Schädlinge kommen auf verschiedenen Wegen in die Wohnung. Manchmal mit gekauften Pflanzen oder Dekoartikeln, manchmal bringen wir sie auch an unserer Jacke mit oder der Hund, der durchs Gesträuch gelaufen ist, hatte sie im Fell. Vermeiden lässt sich das nie ganz.

Aber auch Pflanzen haben eine Art „Immunsystem“ gegen Schädlinge. Je gesunder eine Pflanze ist, um so weniger Schädlinge werden sich auf ihr vermehren. Daher sollte man beim Kauf einer Hortensie schon genau hinsehen und nur gesunde, kräftige Pflanzen nehmen.

Außerdem kann man dieses „Immunsystem“ der Pflanzen unterstützen, indem man ihnen möglichst optimale Standortbedingungen anbietet. Hortensien benötigen zum Beispiel sehr viel Licht, aber mögen keine brennende Sonneneinstrahlung hinter dem Südfenster. Auch direkte Heizungsluft tut Hortensien nicht gut, da diese sehr trockene Luft die Verdunstung übermäßig erhöht, was die Pflanzen stresst. Schließlich ist eine regelmäßige Wasserzufuhr gerade für die großlaubigen Hortensien im warmen Zimmer äußerst wichtig.

Was tue ich bei akutem Befall?

Die häufigsten Schädlinge an Zimmerhortensien, die Spinnmilben, verteilen sich über bewegte warme Luft im Raum und tauchen daher besonders über Heizkörpern auf. Sie ernähren sich vom Pflanzensaft, stechen die Hortensien daher an und saugen diese aus. Man erkennt den Befall an silbrigen Verfärbungen der Blätter. Auch werden die Blüten durch das Saugen des Pflanzensaftes heller und welken schneller. Sehr gut erkennt man Spinnmilben zudem an ihren netzartigen Gespinsten, die oft unter den Blättern beginnen, sich dann aber über die komplette Pflanze ausbreiten können.
Gegen Spinnmilben helfen zum Beispiel Raubmilben oder rapsölhaltige Spritzmittel. Doch Vorsicht: Ölhaltige Mittel immer nur von oben auf die Blätter geben. Sie wirken, weil der Ölfilm die Insekten umhüllt und vom Sauerstoff abschneidet. Ähnliches kann jedoch auch den Hortensien passieren: Pflanzen „atmen“ ihr Kohlendioxid durch Spaltöffnungen an den Blattunterseiten ein. Diese Öffnungen dürfen nicht verklebt werden.

Thrips an Hortensienblatt

Thripse sind schuld an dieser Verfärbung des Hortensienblattes.

Thripse haben längliche Körper und können scheinbar „springen“ – genau genommen fliegen sie kurze Strecken. Auch sie saugen Pflanzensaft. Man erkennt meist zuerst die silbrigen Saugpunkte auf den Blättern. An der Unterseite der Blätter findet man oft schwarze Kotpünktchen. Leider helfen gegen die hartnäckigen Thripse neben Raubmilben oder Raubwanzen nur chemische Mittel aus dem Fachhandel.

Wollschildläuse

Keine Watte, sondern Larvensäcke der Wollschildlaus kleben an dieser Hortensie.

Blattläuse sind die dritte Sorte von Schädlingen, die sich vom Pflanzensaft ernähren. Sie sind jedoch nicht so hartnäckig. Recht gut kann man sie mit einem harten Duschstrahl von den Pflanzen spritzen oder durch kräftiges Einsprühen mit Kaliseifenlauge vertreiben.

Die wohl unangenehmsten Bewohner von Zimmerhortensien sind Wollschildläuse. Die ovalen, flachen ausgewachsenen Tiere haben einen sehr harten Panzer und „kleben“ sich fest an Stängel oder Blattunterseiten. Man kann sie immerhin ganz gut abkratzen, wenn man sie entdeckt. Sie selbst sind sehr unauffällig, doch zum Glück sind die weiß-plüschigen Säckchen ihrer Larven meist nicht zu übersehen. Wie Wattetupfen kleben sie an der Pflanze. Diese Larvensäcke lassen sich absammeln, abspritzen oder abbürsten (Zahnbürste). Ansonsten helfen auch hier rapsölhaltige Mittel (wiederum: nicht die Blattunterseiten verkleben).

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