Der große Everbloom-Test – Teil 1

Everbloom-Hortensien stehen dafür, auch Blüten am neuen Holz zu bilden und somit besonders lange und zudem auch noch nach Spätfrösten zu blühen. Wir probieren das mal mit einer radikalen Methode aus – und hoffen, dass die Sorten halten, was sie versprechen.

Everbloom ist eine Marke aus meiner Heimatgärtnerei. Daher habe ich oft genug selbst erlebt, dass sie tatsächlich Blüten auch am neuen Trieb bilden. Doch leider erreichten mich in letzter Zeit mehrfach Meldungen von Privatleuten, dass Everbloom den Winter nicht überlebt haben oder keine neuen Blüten bildeten. Ich will es genau wissen und starte daher einen heftigen Belastbarkeitstest. Natürlich in der Hoffnung, dass Everbloom mich und uns alle auch diesmal wieder überzeugt.

Und das habe ich gemacht:
Am 9. März 2018 habe ich vier Everbloom raus auf die Terasse gestellt. Zwei Pink Wonder, zwei Blue Wonder. Sie waren im Gewächshaus bis dahin bereits bis kurz vor das Blühstadium bei gemütlichen 18 Grad vorgetrieben. Wunderschöne Pflanzen – wie man oben auf dem ersten Bild erkennen. kann.

Draußen war es im Verhältnis zum Gewächshaus übel kalt. Tagsüber Temperaturen von 10 Grad, nachts runter bis 5 Grad. Und in den nächsten Tagen sollte es Frost geben. Für die armen Everbloom natürlich furchtbar – für meinen Test genau richtig. Zu meiner Freude hielten sich die Everbloom aber sehr tapfer. Das Bild vom 16. März zeigt es: noch immer keine braunen Blätter. Wäre das Wetter so geblieben und langsam wärmer geworden, wären die Everbloom sicher einfach weitergewachsen.

Doch das Wetter blieb nicht so. Der angekündigte Frost schlug zu. Sogar mit Hagel und Schnee. In der Nacht auf den 17. März und in den folgenden Nächten fielen die Temperaturen nachts auf -7 Grad. Tagsüber lagen sie für zwei, drei Tage um den Gefrierpunkt und gingen dann immerhin auf rund 8 Grad hoch. Aber es schneite. Zu sehen auf dem dritten Bild.

Danach war klar, dass es rapide bergab gehen würde mit dem schönen grünen Laub und den Blütenknospen meiner Testkandidaten. Erwartungsgemäß hing das Laub bald herunter, wurde glasig-matischig. Das sind die typischen Anzeichen eines Frostschadens. Man sieht es in meinem vierten Bild, das am 19. März von mir aufgenommen wurde.

Der letzte Stand meines ersten Testteils ist dann auf dem hier vorerst letzten Foto zu sehen: Komplett erfrorenes, gelb-trockenes Laub. Weg die gesamte Pracht. Das Bild ist vom 2. April. Zwar gab es ab dem 21. März bei mir am milden Niederrhein keinen Nachfrost mehr, aber die Blätter waren natürlich schon zu sehr geschädigt, um sich noch zu erholen. Die Pflanze konnte sie nur noch abstoßen. Eigentlich würde man diese Hortensien vermutlich Zuhause sofort wegwerfen. Das machte ich natürlich nicht. Ich ließ und lasse sie stehen. Und bin nun gespannt, ob sich die vier Everbloom wieder erholen und Triebe nachschieben werden. Und ob diese vor allem dann auch noch neue Blüten ansetzen.

Ich werde euch hier im Blog weiter auf dem Laufenden halten, wie sich die Sache weiter entwickelt.

Eure Hortensia

 

2 Gedanken zu „Der große Everbloom-Test – Teil 1

    • Hallo Herr Fröhlich, der Test läuft natürlich schon weiter. Ich mache fleißig Fotos von der Entwicklung und ich denke, ich kann innerhalb der nächsten Tage wieder etwas berichten. Danke für die Nachfrage und viele Grüße, Ihre Hortensia

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