„Tote Callune sechs Monate weiter gegossen“

Autsch – das sieht nicht gut aus…

Staunt ihr auch über die Überschrift dieses Beitrags? Sie stammt aus der Fachzeitung „Taspo“ zu einem Artikel über eine Studie, die ich sehr spannend fand. Die Hochschule Geisenheim University hat demnach eine Verbraucherstudie durchgeführt um herauszufinden, wie sehr sich Privatleute um ihre Zimmerpflanzen kümmern. Das Ergebnis: Viele Verbraucher glauben, „alles“ für ihre Pflanzen zu tun, wissen aber tatsächlich wenig über die tatsächlichen Pflanzenbedürfnisse.

Da wurde in einem Fall besagte Callune (Knospenheide) noch sechs Monate gegossen, obwohl sie schon tot war. Der Besitzer hat dies nicht erkannt. Ein Extremfall, sicherlich. Aber Fehler fanden die Forscher dennoch reichlich. Viel zu dunkle Standorte, unregelmäßiges Gießen, kaum Düngung.

Das eigentlich ärgerliche für mich als Pflanzenproduzentin aber sind die Rückschlüsse, die die betroffenen Verbraucher ableiteten: Oftmals gaben sie den Pflanzen bzw. deren Produzenten die Schuld am Scheitern. Sie kamen eher nicht auf den Gedanken, sie selbst hätten etwas falsch gemacht.

Das kenne ich leider auch. Wie oft höre ich etwas über „schlechte Qualität“ oder „ungeeignete Pflanzen, an denen der Produzent bloß Profit machen will“. Auch über Hortensien als Zimmerpflanzen wird beispielsweise immer  wieder diskutiert – von angeregt bis aufgeregt und gerne mit dem Hinweis, Hortensien seien generell als Zimmerpflanzen ungeeignet (was schlicht nicht wahr ist) und würden „künstlich hochgezüchtet“ (was in diesem Sinne gar nicht geht).

Daher heute einmal meine Bitte: Wenn euch eine Pflanze eingeht, findet die Ursachen heraus. Natürlich kann es eine Pflanze mit einer Krankheit gewesen sein. Oder sie wurde bereits im Vorfeld in der Handelskette schlecht gepflegt. Aber vielleicht habt ihr diesmal einfach doch den falschen Standort erwischt oder ein ungünstiges Klima. Bei mir gehen zum Beispiel Weihnachtsstern immer ein. Meine Fenster nach Süden mögen sie schlicht nicht. Aber da kann ja der Weihnachtsstern oder der Produzent nicht für. Die Hortensien und Orchideen hingegen finden es dort toll.

Fragt die Profis im Fachhandel Löcher in den Bauch, bleibt offen für neues Wissen – dann macht Pflanze auch Spaß. Viel Erfolg euch und uns allen!

Hortensien vor Februar? – besser nicht

Hortensia Trio Hortensie PellensSilvester ist vorüber – wo bitte, bleibt der Frühling? Zum Glück stehen in den Geschäften schon viele Zimmerpflanzen, mit denen wir uns ein frisches Zuhause zaubern oder den Schreibtisch verschönern können. Blühende Hortensien allerdings sollte man besser noch nicht kaufen, so jedenfalls ist mein Rat. Auch, wenn sie schon in den Geschäften stehen und man mit wunderschönen Bildern in der Werbung gelockt wird. Denn Hortensien, die so früh schon zum Blühen gebracht werden, halten oft auf dem Fensterbrett nicht lange. Weiterlesen

Kuscheliges Zuhause für den Frühling

Es ist zwar schon Frühling im März und April, aber Regentage und kühle Temperaturen gibt es noch genug. Statt sich darüber aufzuregen, haben wir eine bessere Idee: Machen wir unser Zuhause für den Frühling kuschelig. Natürlich auch mit Hortensien. Frühjahrsblüher und Osterdekoration sind bereits vielerorts eingezogen, aber vielleicht darf es auch noch etwas anderes sein. Wir hätten ein paar Ideen für Sie. Drei Stilrichtungen möchten wir Ihnen vorstellen, und wie sie diese mit ein paar Handgriffen umsetzen können. Weiterlesen