Winterschutz – so geht es

Bevor ich zum Winterschutz komme, erlauben Sie mir eine kurze Voransprache… Ich muss zugeben, manche Fragen von Hortensien-Neulingen gerade im Herbst und Winter wundern mich. Ein Beispiel: „Meine Hortensie hat alle Blätter verloren, geht sie jetzt ein?“ Als Fachfrau/mann möchte man im ersten Impuls tief seufzen, denn man erwartet, dass solche Grundlagen (Hortensien sind Sträucher und verlieren daher im Herbst immer ihre Blätter) bekannt sind. ABER – das sage ich mir selbst dann auch immer wieder: Man sollte nicht hochnäsig reagieren auf diese Fragen – denn diese Menschen sind eigentlich schlau: Sie fragen! Sie sind sich bewusst, dass sie etwas nicht wissen, wollen es aber wissen. Und diese Eigenschaft der Selbstkritik, dieses realistische Selbstbild und die Neugier sind etwas Großartiges und die Basis dafür, dazuzulernen. All die Menschen, die herabschauen auf andere, die (gerne auch in Sozialen Netzwerken) blöde Kommentare abgeben statt Antworten – sie vergeben den anderen, aber auch sich selbst dadurch die Chance, dazu zu lernen.

In diesem Sinne möchte ich hier nun Antworten zum gerade aktuellen Thema nach gutem Winterschutz geben. Ich verweise dabei auf meinen noch immer aktuellen älteren Blogeintrag: „Sicher durch den kalten Winter“.

Im Winter das Gießen nicht vergessen

Auch im Winter kann es nötig sein, die Hortensien draußen oder im Winterquartier zu gießen. Warum und wie viel, darum geht es diesmal.

Warum auch jetzt gießen?

Hortensien sind Gehölze und verlieren im Winter dementsprechend ihre Blätter. Aber die Verdunstung von Wasser hört nicht komplett auf. Deshalb müssen Hortensien auch während der dunklen Monate immer etwas neues Wasser über die Wurzeln aufnehmen. Im Beet ist das meistens kein Problem, da ist im Winter in der Regel eher zu viel als zu wenig Feuchtigkeit vorhanden (zur Ausnahme Jungpflanzen siehe nächster Abschnitt). Aber im Kübel trocknet die Erde leicht aus. Besonders, wenn sie zusammengerückt in geschützten Ecken stehen, zum Schutz umwickelt wurden und natürlich wenn sie überdacht stehen. Dann also, wenn sie nur wenig bis gar kein Regenwasser erreicht.

Vorsicht bei Töpfen und Jungpflanzen im Beet

Tatsächlich ist es so, dass Hortensien im deutschsprachigen Raum draußen sogar eher verdursten als erfrieren. Viele Sorten sind bis -15 Grad, manche bis -25 Grad winterhart. Und sogar wenn die Wurzeln selbst mal einfrieren, macht das wenig. Ein Problem ist vielmehr, dass aus gefrorener Erde natürlich kein Wasser aufgenommen werden kann. Dauert die Frostzeit dann zu lange, verdurstet die Hortensie. Wie schnell das geht, hängt von der Größe der Hortensie sowie der Außentemperatur und somit der Verdunstungsrate ab. Hortensien im Beet haben meist keine Probleme, weil ihre Wurzeln bis unter die Frostzone in den Boden reichen und dort Wasser aufnehmen können. Noch junge Hortensien im Beet, die noch keine tiefen Wurzeln bilden konnten, können hier schon eher gefährdet sein. Und natürlich Hortensien im Kübel, wenn der gesamte Kübel durchfriert.

Bei Tauwetter gießen

Von daher sollten Hortensien auch im Winter im Auge behalten und bei Bedarf immer mal wieder gegossen werden. Besonders macht das natürlich bei frostfreiem Wetter Sinn. Liegt Schnee auf der Hortensie, dürfte auf jeden Fall genug Feuchtigkeit in der Erde vorhanden sein. Befürchten Sie hingegen in schneelosen Zeiten, dass nur die Kübeloberfläche gefroren ist, weiter innen aber die Erde zu trocken sein könnte, versuchen Sie mit warmem (nicht heißem) Wasser, bis zu den Wurzeln durchzukommen.

Aber Vorsicht: Keine anhaltende (Stau-)Nässe verursachen. Faulende Wurzeln brauchen wir ja nun auch nicht.

Edles Windlicht selbst gemacht

Hortensien im goldenen Glanz

Mit diesem Hortensien-Windlicht in eleganten Goldtönen wird es drinnen jetzt gemütlich. Es ist ganz einfach selbst gemacht.

Benötigt wird:hortensienlicht1

  • Ein leeres Glas
  • Goldspray
  • Evtl. Klarlack
  • Getrocknete Hortensienblüten
  • Heißklebepistole (oder Glasleim)
  • Goldband
  • Evtl. Schneespray
  • Teelicht (oder je nach Glasgröße eine Kerze)


So geht es:

  1. hortensienlicht3Das saubere, trockene Glas – wir haben ein Senfglas genommen, aber es gehen auch eine Vase oder ein Windlicht – wird von innen mit dem Goldspray besprüht. Von innen, weil der Lack so besser vor Abrieb geschützt ist. Wir haben den Lack nicht ganz flächendeckend gesprüht, so dass das Licht noch gut durchscheinen kann. Gut trocknen lassen. Sollte der Lack nicht halten, kann Klarlack helfen.
  2. Von außen werden nun die Hortensienblüten auf das Glas geklebt. Recht hortensienlicht5hortensienlicht4dicht oder locker, in Verbünden oder einzeln – wie es gefällt.
  3. Wer möchte, kann mit Schneespray die Szene noch winterlicher machen. Das Schneespray haben wir von außen aufgetragen, damit auch die Hortensien „bepudert“ werden. Auch hier nicht zu dicht sprühen und wieder gut trocknen lassen.
  4. hortensienlicht6Nun das Band oben um den Glashals legen und mit einer Schleife fixieren. Ist das Glas zu glatt, kann man das Band auch punktuell mit Kleber fixieren. Oder selbstklebendes Dekoband nehmen.
  5. Jetzt noch die Kerze hineinstellen – und einen schönen Platz für das Schmuckstück im Haus suchen.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und gemütliche Stunden mit Ihrem Hortensien-Windlicht.

 

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