Herbstzeit – Schneiden oder nicht?

Herbst – im Kopf beginnt der Pflanzenbesitzer mit den Vorbereitungen für den Winter. In Sachen Hortensien kommen jetzt Fragen auf wie: Schneide ich die alten Blütenstände jetzt herunter? Dünge ich noch mal? Und was kommt in Sachen Winterschutz auf mich zu? Wir möchten die drängendsten Fragen hier beantworten.

  1. Schneide ich alte Blüten jetzt ab?

    Alte Blütenstände als Winterschutz stehen lassen. Foto: Günther Schad, pixelio

    Die Antwort ist ein klares „Nein“. Natürlich kann man vergrünte Blütenstände zum Trocknen abschneiden. Aber generell sollte man die alten Blüten lieber bis zum Frühjahr auf den Hortensien belassen. Ganz besonders gilt dies für Bauernhortensien (H. macrophylla). Frost dringt nämlich immer von außen nach innen in die Pflanze ein. Man kennt es: Hortensien frieren schon mal ein paar Zentimeter herunter. Das können die paar Zentimeter „alte“ Blütenstängel sein, wenn sie stehen gelassen wurden. Oder die paar Zentimeter inklusive der neuen Knospen für das nächste Jahr, wenn man den Rest schon abgeschnitten hat. Daher: lieber erst nach dem Frost im März/April rum schneiden.

  1. Jetzt noch Dünger oder Blaudünger geben?
    Auch hierzu: Nein. Die Pflanzen haben ihr Wachstum eingestellt und brauchen keinen Dünger mehr. Bestimmte Stoffe im Dünger können sogar die Winterhärte reduzieren. Dass hingegen manchmal gesagt wird, gerade jetzt solle Blaudünger gegeben werden, beruht auf einer Verwechslung. Richtig ist, dass man jetzt gut noch mal einen Schuss Alaun bzw. Hortensienblau geben kann, wenn man sicher sein will, dass die Hortensien nächstes Jahr blau blühen. Aber Hortensienblau ist kein Blaudünger. Hortensienblau enthält keine Nährstoffe, sondern nur das zum Bläuen nötige Aluminiumsulfat. Blaudünger hingegen ist ein Mischprodukt zum Bläuen und Düngen. Das sollte man jetzt nicht mehr geben.
  1. Frostschutz – brauchen Hortensien das?

    Tannenreisig als Winterschutz

    Diese Frage lässt sich nicht ganz einfach und nicht allgemeingültig beantworten. Es kommt auf das Klima am Standort an, außerdem auf das Alter der Hortensien und ob sie im Beet oder im Kübel stehen. Zunächst mal sind Hortensien sehr winterhart bis um -25 Grad. Sie frieren schon mal herunter, werden aber überleben. Die Blütenknospen einiger Hortensienarten – dazu gehören die Bauernhortensien (H. macrophylla) – werden aber schon im Herbst angelegt und können durch lange, tiefe Fröste oder aber Spätfröste absterben. Ältere, gut eingewurzelte Hortensien sind frostresistenter als junge Pflanzen. Kleine Kübel frieren schneller durch, dann kann die Hortensie verdursten; größere Kübel sind weniger problematisch.

Edles Windlicht selbst gemacht

Hortensien im goldenen Glanz

Mit diesem Hortensien-Windlicht in eleganten Goldtönen wird es drinnen jetzt gemütlich. Es ist ganz einfach selbst gemacht.

Benötigt wird:hortensienlicht1

  • Ein leeres Glas
  • Goldspray
  • Evtl. Klarlack
  • Getrocknete Hortensienblüten
  • Heißklebepistole (oder Glasleim)
  • Goldband
  • Evtl. Schneespray
  • Teelicht (oder je nach Glasgröße eine Kerze)


So geht es:

  1. hortensienlicht3Das saubere, trockene Glas – wir haben ein Senfglas genommen, aber es gehen auch eine Vase oder ein Windlicht – wird von innen mit dem Goldspray besprüht. Von innen, weil der Lack so besser vor Abrieb geschützt ist. Wir haben den Lack nicht ganz flächendeckend gesprüht, so dass das Licht noch gut durchscheinen kann. Gut trocknen lassen. Sollte der Lack nicht halten, kann Klarlack helfen.
  2. Von außen werden nun die Hortensienblüten auf das Glas geklebt. Recht hortensienlicht5hortensienlicht4dicht oder locker, in Verbünden oder einzeln – wie es gefällt.
  3. Wer möchte, kann mit Schneespray die Szene noch winterlicher machen. Das Schneespray haben wir von außen aufgetragen, damit auch die Hortensien „bepudert“ werden. Auch hier nicht zu dicht sprühen und wieder gut trocknen lassen.
  4. hortensienlicht6Nun das Band oben um den Glashals legen und mit einer Schleife fixieren. Ist das Glas zu glatt, kann man das Band auch punktuell mit Kleber fixieren. Oder selbstklebendes Dekoband nehmen.
  5. Jetzt noch die Kerze hineinstellen – und einen schönen Platz für das Schmuckstück im Haus suchen.

Wir wünschen viel Spaß beim Nachmachen und gemütliche Stunden mit Ihrem Hortensien-Windlicht.

 

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Herbstliche Hortensien für den Natural-Look

Das Farbfeuerwerk richtig in Szene setzen

hortensienschale-in-goldrahmenIst es bedauerlich? Dass der Herbst nun da ist? Aber nicht doch… Die gedeckten, aber unglaublich vielfältigen Farben der herbstlichen Hortensien sind ideal, um ein Feuerwerk im angesagten Natural-Look zu gestalten. Draußen oder drinnen – jetzt ist die Richtige Zeit für ruhige und doch spannende Gestaltungen.

Natural-Look: Gedeckte Farben und Naturmaterial

Natürlichkeit ist Trumpf in diesem Herbst. „Natural-Look“ nennt sich das. Dabei ziehen Materialien wie Holz, Kork und grobe Wolle in gedeckten Naturfarben in Haus und Garten ein. Äste, Tannenzapfen, Beeren und natürlich Trockenblüten kommen hinzu. Klingt verstaubt? Mit modernen Begleitern kombiniert bleibt nichts vom Oma-Image, vielmehr darf es dabei auch kunterbunt zugehen, opulent oder futuristisch, je nach dem eigenen Geschmack.

Pastellbunt oder Goldberauscht
Im angesagten Wohnstil der „Neuen Romantik“ werden Tannenzapfen in pastelligen Lieblingsfarben bemalt – dazu passen auch getrocknete Hortensienblüten wunderbar. Gold, Orangetöne und Schwarz sind hingegen die Farben der „Neuen Klassik“. Umsetzen lässt sich das mit Hortensien in goldfarbenen Übertöpfen oder mit Blütenbouquets in Gold-Schwarzen Vasen und Schalen. Im weiterhin angesagten Vintage-Style werden auf der Terrasse oder vor der Haustür Hortensienbüsche in geflochtenen Übertöpfen mit Kränzen, Kürbissen und Laub kombiniert.

Freuen wir uns also – der Herbst ist da!

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