Kniebeugen beim Zähneputzen

Im Winter kann uns Gartenfreunden nicht nur das schlechte Wetter auf den Senkel gehen. Auch die geringere Bewegungsbilanz sorgt für schlechte Laune. Da ist einfach dieses unbestimmte Unwohlsein, wenn man sich nicht regelmäßig im Garten mit Schaufel und Harke austoben kann – kennen Sie das auch?

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Ich habe mir selbst dagegen vor ein paar Jahren ein „Mini-Alltags-Bewegungsprogramm“ verordnet. Und ich stelle fest: Was auch immer die Waage sagen mag, das gute Gefühl ist einfach da, wenigstens etwas zu tun. Mit Kleinigkeiten, die unbemerkt im Alltag Einzug finden können.

Tipp 1: Elektrische Geräte weglassen

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Jeder ungewohnte Handgriff, jede selbst aufgeführte Tätigkeit stimuliert Gehirn und Muskeln. Warum also nicht wieder mehr selbst in die Hand nehmen? Die Sache mit den Treppen statt des Aufzugs hört man immer wieder – also einfach auch mal machen. Statt der elektrischen Zahnbürste kann man auch eine „normale“ nehmen. Und wenn ich Pfannkuchen mache, nehme ich einen Schneebesen zum Rühren, nicht den elektrischen Mixer. Zum Möhren reiben eine Reibe, nicht die Küchenmaschine. Und schon habe ich mit diesen Kleinigkeiten – ohne Stepper oder Hanteln zu brauchen – meine Bein- bzw. Armmuskeln trainiert. Mit der Zeit merkt man auch, wie viel leichter diese Arbeiten werden, wenn die Muskeln sich aufbauen.

Tipp 2: Wartezeiten überbrücken

Wir warten ziemlich viel in unserem Leben – diese Zeit kann man sinnvoll nutzen. Lesen an der Bushaltestelle oder im Wartezimmer beim Arzt ist super – dabei zusätzlich abwechselnd die Füße kreisen lassen, die Bauchmuskeln an- und entspannen oder den Beckenboden ist aber noch viel besser. Solche Bewegungen sieht auch keiner der Mitwartenden. Im Auto an der roten Ampel kann man wunderbar mal eben den Kopf hin und her drehen zur Entspannung der Nackenmuskeln. Die Mikrowelle läuft? Eine Minute Zeit für Kniebeugen. Geht auch wunderbar beim Zähneputzen. Oder vor dem Fernseher.

Tipp 3: Putz-Tanzen

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Putzen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Aber wenn es schon sein muss, dann mit guter, lauter Musik – und dann tanz ich halt um den Wohnzimmertisch beim Staubwischen. Auch ein Staubsauger ist ein passabler Tanzpartner. Und beim Kochen lässt sich ein kleiner Cha-Cha zwischen Herd und Kühlschrank einbauen. Hey, es geht um die gute Laune – also warum nicht? Ich sag ja, es sind Kleinigkeiten. Es geht nicht um das Super-Profi-Power-Maxi-Workout. Denn mal ehrlich: darauf hat man nach dem zweiten Mal doch sowieso meistens keine Lust mehr. Dann doch lieber Putz-Tanzen.

Eine bewegte Zeit wünsche ich!