Die beste Zeit – oder auch nicht…

Wenn nicht so viel blüht, hilft der „Tunnelblick“.

Viele Hortensien sind zurückgefroren und kämpfen nun mit den Wildkräutern.

Jetzt, genau jetzt ist für Hortensienfreunde die schönste Zeit des Jahres, die Hauptblütezeit unserer Lieblingspflanzen – oder eben leider auch nicht. 2017 ist kein gutes Hortensienjahr. Der Spätfrost im April hat nach dem warmen März einfach zu vielen Bauernhortensien die Blüten und auch zahlreiche Triebe gekostet.

Ich bin durchaus momentan immer ein wenig frustriert, wenn ich für Pflegearbeiten im Sortengarten in meinen Hortensienbeeten hocke. Die Rispen- und Schneeball-Hortensien blühen zwar üppig, aber die bunten Farben der Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla), die ich so besonders liebe, fehlen einfach überall. Und bei zahlreichen Pflanzen zeigen abgestorbene Triebe, dass die Büsche im vorigen Jahr auch viel höher und breiter gewachsen waren.

Die bunten Blüten der Bauernhortensien fehlen einfach in diesem Jahr.

Viele Hortensien sind zurückgefroren, Lücken sind entstanden in der Bepflanzung. Und diesen Raum nehmen natürlich direkt die Wildkräuter in Beschlag. In meinem Naturgarten-Teil gibt es Ecken, da dürfen diese gerne wachsen. Aber doch bitte nicht in meinem formellen Spiegelbeet oder im Asia-Bereich – das passt einfach nicht ins Konzept. In diesem Jahr habe ich durch besagt Lücken mit diesen Beeten viel mehr Arbeit. Noch dazu bei dem „feucht“-warmen Klima, welches dieser Sommer immer wieder beschert und das dafür sorgt, dass alles schießt wie…, na, wie Unkraut halt (auch wenn ich den Begriff Wildkraut vorziehe).

Im „Tunnelblick“ – na, geht doch!

Was hilft in diesem Jahr, ist ein „Tunnelblick“. Einfach mal nicht vergleichen mit der Blütenfülle der Vorjahre, sondern gezielt den Blick auf  jene Blüten lenken, die uns unsere Hortensien in diesem Jahr eben schenken (können). Man kann sich nämlich im Jammern eingraben – oder positiv Denken und sich darüber freuen, dass man überhaupt einen Garten hat. Ich bin für Zweiteres. Erst ein bisschen Jammern also – und dann mitten hinein zwischen die Pflanzen und den Sommer genießen. Wenn es sein muss, auch mit Regenjacke und „Tunnelblick“.

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